Unter dem Rasen Weltkriegsbombe in Münchner Stadion entdeckt

Franz Beckenbauer spielte dort, auch Pelé war schon zu Gast: Das Grünwalder Stadion in München war jahrzehntelang Heimat des FC Bayern und des TSV 1860 München. Nun wurde in einem der Strafräume eine Bombe aus dem Zeiten Weltkrieg gefunden.

DPA

München - Jahrzehntelang sind die besten Fußballer Deutschlands in München über einen explosiven Untergrund gerannt: Direkt unter dem Rasen des Grünwalder Stadions in München wurde am Donnerstag bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die 225 Kilogramm schwere amerikanische Bombe lag etwa eineinhalb Meter unterhalb der Grasnarbe in einem der Strafräume. Der Kampfmittelräumdienst entschärfte die Bombe am frühen Abend.

Das "Städtische Stadion an der Grünwalder Straße" war 1943 durch Bomben völlig zerstört worden. Ab 1945 fanden dort unter anderem 14 Länderspiele statt. Bis zum Umzug des FC Bayern in das Olympiastadion spielten dort mit dem FCB und dem TSV 1860 München beide großen Münchner Clubs. Im Jahre 1960 trat dort sogar Pelé mit dem FC Santos zu einer Partie an.

Die Stadt München lässt das marode Stadion derzeit für rund zehn Millionen Euro sanieren. Ab der Saison 2013/2014 sollen dort wieder Spiele ab der dritten Liga abwärts stattfinden.

Nach dem Bombenfund am Donnerstag wurde das Areal zur Sperrzone erklärt. Zur Sicherheit mussten rund 200 Anwohner ihre Häuser verlassen. Die Straßen rund um das Stadion wurden für den Verkehr gesperrt. Am Dienstag sollen weitere Sprengsätze freigelegt werden.

wit/sid

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