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Blindgänger: Weltkriegsbombe in Dortmunder Klinikviertel entschärft

In der Dortmunder Innenstadt hat ein Kampfmittelbeseitigungsdienst eine 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Mehr als 7000 Menschen mussten ihre Wohnungen vorübergehend verlassen.

Arbeiter hatten die Zehn-Zentner-Bombe bei Bodenarbeiten gefunden Zur Großansicht
DPA

Arbeiter hatten die Zehn-Zentner-Bombe bei Bodenarbeiten gefunden

Dortmund - Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in der Dortmunder Innenstadt entschärft worden. Der Zünder der mit Säure befüllten britischen Bombe sei am Donnerstagabend um 23.56 Uhr erfolgreich entfernt worden, teilte die Stadt mit. Wäre das nicht gelungen, hätte die Bombe gesprengt werden müssen. Wegen der Entschärfung und möglichen Sprengung hatten mehr als 7000 Menschen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen müssen.

Für den Fall einer Sprengung des Blindgängers hatte die Feuerwehr 50 Sandsäcke bereitgestellt. In der Evakuierungszone befanden sich zudem drei Krankenhäuser - darunter auch eine Kinderklinik. Sie hatten jedoch entgegen erster Angaben nicht komplett geräumt werden müssen. Die Patienten waren nur auf andere Stationen, Flure oder den Keller verlegt worden. Krankentransporte in die betroffenen Kliniken wurden zunächst eingestellt.

Arbeiter hatten den Blindgänger bei Bodenarbeiten gefunden. Dabei wurde der chemische Zünder der Bombe versehentlich von einem Bagger beschädigt. Erst am Dienstagabend war in Duisburg eine zehn Zentner schwere Fliegerbombe gesprengt worden.

Bei Sprengungen anderer Blindgänger, etwa in München, hatte es in der Vergangenheit mitunter größere Schäden gegeben.

kha/dapd/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Kotzen
eldani 30.11.2012
Zahlen dieses Einsätze eigentlich auch die ursprünglichen Besitzer der Sprengkörper? Wohl eher nicht, oder? Eher der deutsche Steuermichel.
2. Mit Säure gefüllt ...
bitboy0 30.11.2012
... war bei der Bombe sicher nur eine Glasampulle im Zünder. Diese Ampulle sollte beim Aufprall zerbrechen und dann nach einer kurzen Zeit (Minutenbereich) die Bombe zünden. So war sichergestellt das die Bombe erst mal bis in den Keller eines Hauses kommen konnte und das Haus dann von unten herauf sprengen. Oft sind diese Bomben auch erst lange nach dem Angriff explodiert, wenn Helfer grade dabei waren Feuer zu löschen oder Menschen zu retten. Eine sehr heimtückische Sache! Weil solche Zünder auch heute noch sehr tückisch sind ist es nicht einfach diese Bomben zu entschärfen. Die Bombe selber war nicht mit Säure gefüllt, sondern mit Sprengstoff! Und das 50 Sandsäcke wirklich keine große Menge sind wenn es um die Eindämmung der Explosion einer 500kg! - Bombe geht ist auch offensichtlich. Ich würde mich wirklich freuen wenn - vor der Veröffentlichung eines Artikels - der Redakteur wenigstens mal kurz bei Wikipedia nachliest. Stichwort: Säurezünder, Fliegerbombe, Entschärfung.
3. optional
Duesseldorfer 30.11.2012
Glaube nicht, daß die Bombe mit Säure befüllt war, gemeint ist wohl der Zünder
4. 500kg-Säurebombe?
the_rover 30.11.2012
Soso, mit Säure soll die Bombe also gefüllt gewesen sein... Warum bestand dann die Gefahr einer Explosion, wenn gar kein Sprengstoff drin war ? Wahrscheinlich hat der Autor die Säurefüllung des chemischen Langzeitzünders mangels technischer Kenntnis zur Bombenfüllung gemacht. Fachlich fundierte Artikel sehen anders aus!
5. großartiger Job der Entschärfer
jobie09 30.11.2012
das war ein scwieriger Job, gefährlich dazu. Er wäre vermutlich eher abgeschlossen worden, wenn nicht einige Deppen in ihren Wohnungen geblieben wären. Die sollten bei den Kosten mit heran gezogen ... Die Sandsäcke waren keine, mit denen man Wasser stoppt, sondern schwere Bags, ich glaube pro Stück eine Tonne schwer. Respekt und Dankeschön an die vielen Helfer, die es in einer solchen Situation braucht.
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