Peking - Wegen der Verbreitung von Gerüchten über einen angeblich bevorstehenden Weltuntergang sind in China amtlichen Berichten zufolge 93 Menschen festgenommen worden. Unter den Verdächtigen aus sieben Provinzen seien auch Anhänger der verbotenen Sekte "Allmächtiger Gott", berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.
Die Festgenommenen verteilten demnach Zettel über die angebliche Apokalypse. Sie hätten sich dabei auf ein Untergangsszenario des Maya-Volkes berufen. Die Mitglieder hätten vorhergesagt, dass vom 21. Dezember an drei Tage lang die Sonne nicht mehr scheinen und es keinen Strom geben werde, meldete Xinhua unter Berufung auf das Büro für öffentliche Sicherheit in Xining, der Hauptstadt der im Südwesten des Landes gelegenen Provinz Qinghai.
Laut "South China Morning Post" verkündet die 1989 in der nordwestlichen Provinz Heilongjiang gegründete Sekte die Lehre, dass eine Frau die Wiedergeburt Christi sei. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe die Sekte, die von der Regierung als "bösartiger Kult" geführt wird, Tausende Christen angezogen - vor allem mit ihren Ansichten über den Tag des Jüngsten Gerichts, berichtete das Blatt. China geht außerdem verstärkt gegen die Sekte "Allmächtiger Gott" vor, weil die Gruppe zum Kampf gegen den "Roten Drachen", die Kommunistische Partei, aufgerufen hat.
siu/AFP/Reuters
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