Weltuntergangsängste: Das Geschäft mit der Apokalypse

Von Simone Utler

In China setzt ein Mann auf schwimmende Riesenkugeln, in den USA gibt es Luxuswohnungen in einer ehemaligen Raketenbasis, in Frankreich soll ein Berg zur Ufo-Landung dienen: Überall bereiten sich Menschen auf den ominösen 21. Dezember vor. Findige Geschäftsleute verdienen daran gut.

AFP

Hamburg - Seit Wochen richten manche die Augen auf ein kleines Pyrenäen-Dorf am Fuße eines angeblich magischen Bergs, seit Monaten horten Menschen Wasser, Lebensmittel und Heizmaterial, seit Jahren bauen einige an ihrer ganz persönlichen Arche Noah. Menschen in aller Welt bereiten sich auf den 21. Dezember vor, an dem einigen Untergangspropheten zufolge die Erde in ihrer bisherigen Form enden soll.

Findige Geschäftsmänner nutzen die Gelegenheit. Sie bieten Orte, an denen Menschen Schutz suchen können. SPIEGEL ONLINE stellt einige - mehr oder weniger sichere - Zufluchtstätten und ihre Besitzer vor.

Larry Halls Luxuswohnungen in Kansas, USA: Raketensilo und Vorratskauf

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Die Luxury Survival Condos sind nichts für Jedermann. Wer sich im Erdreich von Kansas einkaufen möchte, muss mindestens zwei Millionen Dollar auf der hohen Kante haben. Banken geben keinen Kredit, erklärt Anbieter Larry Hall auf seiner Internetseite, zu ungewöhnlich sei das Projekt. Der Computerprogrammierer konnte sich in ein ehemaliges Raketensilo der US-Armee einkaufen und dieses in luxuriöse Eigentumswohnungen umwandeln.

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Verstecke zum Weltuntergang: Von Menschen und Minen
Swimmingpool, Sauna, Bibliothek, Bar und Klassenzimmer in einem atomsicheren Untergrundversteck - die Idee entstand schon lange vor den Untergangsszenarien für 2012. "Die Industrie lebt von der Angst vor Terroranschlägen, Naturkatastrophen oder der Bedrohung eines wirtschaftlichen Kollaps", sagt Halls Geschäftspartner Robert Kuntz. Diese Bedrohungen könnten zu einem Zusammenbruch der Gesellschaft und zu zivilen Unruhen führen. Die Wohnungen im ersten Silo sind laut Kuntz bereits verkauft, die sieben Einheiten im zweiten Projekt werden gerade beworben.

Doch Kuntz betont, dass ein Platz im Silo nicht reiche. Man müsse sich auch mit Vorräten eindecken. "Die Menschen, die sich mit Vorräten auf den Tag des Jüngsten Gerichts vorbereiten, wurden früher für verrückt gehalten. Inzwischen ist es aber völlig normal", so Kuntz über die sogenannten Preppers (vom englischen Wort prepare, zu dt. vorbereiten). Sie horten Lebensmittel, Wasser, Waffen. "Mit dem Schlimmsten rechnen, auf das Beste hoffen - das ist sehr clever", sagt Kuntz.

Silbermine in Sala, Schweden: In den Händen der Grubenfrau

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Mattias Johansson

In Schweden blickt man der ganzen Sache extrem gelassen entgegen. "Das ist hier kein großes Thema in den Medien, ich musste erst mal googeln, was da eigentlich los ist", sagt Johan Bjorkman über den angeblichen Weltuntergang, auch Doomsday genannt. Dabei bietet Bjorkman etwas, das für diesen Tag durchaus interessant ist: Als Geschäftsführer der Sala Silbermine vermietet er das "tiefste Hotelzimmer der Welt", eine Suite, die 155 Meter unter der Erde liegt, in einem ehemaligen Bergwerk des Ortes Sala. Das Gelände, das 2008 zu einem Museum umfunktioniert wurde, gleicht einem großen Labyrinth mit insgesamt 20 Kilometer langen, feuchten und rußigen Stollen, unterirdischen Sälen und Seen - und eben der Grubensuite, die für 476 Euro die Nacht gemietet werden kann. Vom 20. auf den 21. Dezember ist die Suite allerdings schon vergeben.

Wer sich einbucht, bekommt eine Führung durch das Bergwerk, dann ein kleines Abendessen - und danach absolute Ruhe, fernab der Zivilisation: Handys funktionieren nicht, zur einfachen Toilette sind es zirka 50 Meter. Der persönlich zugeteilte Grubenarbeiter lässt die Gäste in der Höhle zurück und fährt mit dem Aufzug nach oben, kann aber jederzeit über ein Funkgerät erreicht werden. Doch wie hilft den Gästen unten ein Funkgerät, wenn oben die Welt samt persönlichem Betreuer untergegangen ist? "Sollte niemand mehr da sein, der den Aufzug bedienen kann, gibt es immer noch die Leitern", beruhigt Bjorkman, der selbst schon mal einen Teil der Strecke zu Fuß zurückgelegt hat. Aber eigentlich ist man in der Höhle sehr gut aufgehoben: "Genug Wasser ist da, dank der Seen. Und aufgrund des ausgeklügelten Schachtsystems ist auch die Luftversorgung gesichert", garantiert der Vermieter.

Außerdem gibt es in der Mine eine eigene Schutzpatronin: die Grubenfrau, auf Schwedisch Grufru. Sie wachte früher über die Arbeiter, die ihr besonderen Respekt zollten. Dreimal an die Bergwand klopfen, bevor es an den Abstieg ging, und spezielle Grubengebete sollten Unglücken vorbeugen. Um die Lady heute wohlgesonnen zu stimmen, sind die meisten Gegenstände in der Suite aus Silber. "Das ist unser Geschenk an die Grubenfrau", erklärt Bjorkman.

Bunker Schounenbourg, Frankreich: Übernachten verboten

"Der Bunker kann sogar einer Atombombe von der Stärke von Hiroshima standhalten." Marc Halter weiß die Vorzüge des Bunkers Schounenbourg im Elsass auf den Punkt zu bringen. Das Bollwerk der zwischen 1926 und 1936 entstandenen Maginot-Linie diente dem französischen Militär bis in die späten sechziger Jahre als Atombunker. Bereits im Frühjahr 2012 wurde beschlossen, zum 21. Dezember dort etwas Besonderes anzubieten. "Aber wegen der Wintersonnenwende, die im Elsass traditionell gefeiert wird, und nicht wegen des Weltuntergangsszenarios", sagt Halter, Präsident der Vereinigung der Freunde der Maginot-Linie im Elsass. Und so wird es von 20 Uhr am Donnerstag bis 3 Uhr am Freitag Führungen durch den Bunker geben, mit Glühwein und Lebkuchen. "Es gibt auch schon etliche telefonische Reservierungen", sagt Halter, nach dessen Schätzung rund 30 Prozent der Anfragen mit dem angekündigten Weltuntergang zu tun haben.

Wer allerdings meint, er könne sich mit Schlafsack, Gaskocher und Astronautennahrung für längere Zeit einquartieren, muss mit Widerstand rechnen. "Aus Sicherheitsgründen ist es nicht erlaubt, hier zu übernachten", sagt Halter. "Am Eingang werden die Besucher kontrolliert. Und wenn uns jemand komisch vorkommt, lassen wir ihn nicht hinein." Insgesamt werden mindestens 20 Personen zum Aufpassen in der Festung sein, außerdem wird die Gendarmerie patroullieren. Bis zu 300 Menschen können sich zeitgleich in der Anlage aufhalten. Sollte der Ansturm zu groß werden, gibt es eine ganz einfache Lösung, so Halter: "Dann machen wir die Festung dicht. Wir haben immerhin eine Sieben-Tonnen-Panzertür."

Lu Zhenhais Arche Noah, China: Touristenströme statt Sintflut

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Lu Zhenhai hat eine ganz konkrete Vorstellung vom Weltuntergang. Der Mann aus Urumqi im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang, rechnet mit einer Flut, die sein Haus hinwegzuspülen droht. Von dieser Prophezeiung ist er so überzeugt, dass er sein ganzes Geld zusammenkratzte, insgesamt mehr als 160.500 Dollar, und die Ersparnisse in den Bau einer Arche steckte. Seit zwei Jahren baut Lu an dem Schiff, das Medienberichten zufolge aus Holz und Stahl besteht und rund 80 Tonnen wiegt.

"Wenn es dann soweit ist, kann jeder hier Unterschlupf finden", sagte Lu dem Chinese News Service Ende November. Damals war sein Refugium allerdings noch nicht fertig. Offenbar hat Lu selbst Zweifel an der Wahrscheinlichkeit der Apokalypse - er soll sich schon Gedanken über eine Verwendung seiner Arche nach dem 21. Dezember gemacht haben. Sein Favorit: eine Touristenattraktion.

Pic de Bugarach, Frankreich: Mekka für Esoteriker und Endzeittouristen

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Bürgermeister Jean-Pierre Delord ist in diesen Tagen nur schwer zu erreichen. Im Rathaus der südfranzösischen Pyrenäen-Gemeinde Bugarach klingelt das Telefon pausenlos, die Sekretärin ist eine Meisterin des Abwimmelns. Seine Kernbotschaft verbreitete Delord über die französische Nachrichtenagentur AFP: "Ich appelliere an die Welt - kommen Sie nicht nach Bugarach." Das 200-Seelen-Dorf liegt am Fuße eines Berges, der auf einschlägigen Webseiten als einer der Zufluchtsorte für die Apokalypse empfohlen wird: Prophezeiungen zufolge retten Außerirdische einige Auserwählte vom Pic de Bugarach - und starten mit ihnen in einem Ufo gen Orbit.

Das hat die Behörden auf den Plan gerufen. "Wir wollen verhindern, dass Leute versuchen, auf dem Gipfel mit Ultraleichtflugzeugen zu landen", sagt der Präfekt des Departement Aude, Eric Freysselinard. Daher wird der Aufstieg auf den 1231 Meter hohen Berg zwischen dem 19. und 23. Dezember verboten. Geplant sei außerdem ein Überflugverbot und eine Beschränkung der Zufahrt zum Dorf. Mehr als hundert Polizisten und Feuerwehrleute sollen im Einsatz sein.

Der Präfekt will außerdem skrupellosen Geschäftemachern die Suppe versalzen und verweist auf Internetseiten, die Gästezimmer völlig überteuert für 1500 Euro oder Zeltplätze für 450 Euro pro Nacht anbieten. Andere verlangen 15 Euro für eine Flasche "Quellwasser vom Berg Bugarach", das angeblich Grippe und Hämorrhoiden heilen soll. Freysselinard hat die Justiz eingeschaltet. Bereits vor einigen Monaten hatte Bürgermeister Delord Strafanzeige gegen unbekannt erstattet, als im Internet Steine zum Verkauf angeboten wurden, die angeblich vom Pic de Bugarach stammten.

Schutzkeller in USA und Mitteleuropa: Für Katastrophen der nächsten Jahre

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AFP/ Vivos Group

Robert Vicino kann als Pionier im Bereich der Schutzkeller bezeichnet werden. Der US-Amerikaner hatte bereits 1980 die Idee für sein Unternehmen Vivos: Einen Schutzraum für tausend Menschen zu bauen, damit sie überleben, was auch immer die Zukunft an Unbill bringen werde. "Eine genaue Bedrohung schwebte mir damals nicht vor", sagt Vicino, der heute Herr über ein kleines Schutzkeller-Imperium ist. Sechs "Shelter" sind demnach in Nordamerika fertig oder im Bau, unter anderem in Indiana, Nebraska und den Rocky Mountains. Ein großer Raum wurde in Mitteleuropa gebaut, ist aber noch nicht bezugsfertig. Die genauen Orte versucht Vivos geheimzuhalten. "Im Moment der Wahrheit wollen wir nicht Tausende Leute davon abhalten müssen, dort Einlass zu verlangen. Deshalb erfahren nur unsere Mitglieder, wo die Bunker sind", sagte Vicino einst dem "Manager Magazin".

Derzeit gibt es laut Vicino aus aller Welt mehr als 25.000 Bewerbungen für eine kostenlose Mitgliedschaft, die regelmäßige Informationen über aktuelle Bedrohungen garantiert. Wer Miteigner werden möchte, muss ein Telefoninterview über sich ergehen lassen, in dem Absichten und Kompetenzen des Kandidaten geprüft werden. Denn Miteigner sollten etwas zum Gemeinwohl des Schutzraumes beitragen. Derzeit gibt es weltweit rund Menschen, die sich für 25.000 bis 50.000 Dollar pro Person in eine Art WG für den Ernstfall eingekauft haben - oder für einen entsprechenden Aufpreis Privatwohnungen erstanden haben.

Vivos konnte verstärktes Interesse im Hinblick auf kommenden Freitag feststellen. "Aber natürlich gehen wir davon aus, dass das Interesse auch nach dem Maya-Datum weiter wächst, da in den nächsten Jahren zunehmend mehr Bedrohungen und Katastrophen entstehen werden", so Vicino, dessen Blick ins nächste Jahr geht: "Wir gehen davon aus, dass 2013 die echten Ereignisse geschehen werden."

Liu Qiyuans Schwimmkapseln, China: Sauerstofftanks und Anschnallgurte

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Liu Qiyuan hat sich für eine temporäre Lösung entschieden. Sein Überlebensset umfasst zwar Anschnallgurte und Sauerstofftanks, aber für ein wochenlanges Leben in einer möglicherweise verseuchten Umwelt reicht es nicht. Auch der Bauer aus der Hebei-Provinz geht in seiner Endzeitvorstellung von einer gewaltigen Flut aus - und gibt ganz unumwunden zu, woher seine Inspiration stammt: aus Roland Emmerichs Apokalyse-Schinken "2012", in dem der Regisseur ebenso bildgewaltig wie pathetisch die Welt versinken lässt.

Doch schon der Tsunami aus dem Jahr 2004 hatte Liu veranlasst, sich Gedanken über einen adäquaten Schutz für die Endzeit zu machen. Das Ergebnis: zimmergroße Kugeln, gefertigt aus einem Stahlrahmen und einer Fieberglashülle, die aussehen wie fensterlose Skigondeln und aufrecht auf Wasser treiben können. Einige haben sogar ein eigenes Antriebssystem. Das Interieur variiert, umfasst aber standardmäßig Sauerstofftanks und Gurte für rund 14 Personen. Bei der Wahl des Namens war Liu nicht ganz so kreativ, "Arche Noah" hat er seine Installation genannt.

In einer Halle in seinem kleinen Dorf Qiantun hat Liu bisher sieben dieser Kugeln gebaut - offenbar aber nicht nur für den 21. Dezember. Er hoffe, dass Regierungen und internationale Organisationen seine Kugel zum Einsatz bei Naturkatastrophen übernehmen werden, sagte Liu.

Cerro Uritorco, Argentinien: Gesperrt wegen Aufrufs zum Massenselbstmord

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DPA

Auch Argentinien hat einen Berg mit Anziehungpotential für Apokalypse-Jünger: den Cerro Uritorco in der Provinz Córdoba. Dem Uritorco werden von mystischen Gruppen energetische Kräfte zugeschrieben. Jedes Jahr treffen sich Tausende auf dem 1950 Meter hohen Berg, um an Meditationsgruppen teilzunehmen oder Ufos zu suchen, die dort landen sollen.

Zum 21. Dezember wurden rund 15.000 Besucher erwartet, doch die müssen sich nun einen anderen Ort suchen. Vom Abend des 20. Dezember bis Mitternacht des 21. Dezember werden die Zugänge zum Uritorco gesperrt bleiben - um "ein Unglück" zu vermeiden, sagte Rafael García, der Verwalter des in Privatbesitz befindlichen Berges, dem Rundfunksender Cadena 3. Anlass ist ein im Internet verbreiteter Aufruf zum "massiven magischen Selbstmord".

mit Material von AFP und dpa

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Mythos Maya-Kalender
Irrglaube Weltuntergang
REUTERS/ INAH

Am 21. Dezember 2012 geht die Welt unter - jedenfalls wenn man vermeintlichen Experten oder besonders besorgten Mitmenschen glauben mag. Sie berufen sich auf den Kalender der Maya, hier stehe dies so drin. Stimmt aber nicht: In der Tat weist die Inschrifttafel eines Sarkophags in der alten Maya-Stadt Tortuguero auf ein Ereignis im Jahr 2012 hin. Und am 21. Dezember 2012 endet ein Zyklus im Kalender der Maya. Nur bedeutet das alles nicht, dass die Welt endet.
Der Kalender
Der Kalender der Maya hatte eine festgelegte Funktion. Er war ein Machtinstrument für Könige und Priester, berichten Wissenschaftler. Durch die Bücher wurde das Wort der Götter verkündet. Endete etwa ein Zeitabschnitt innerhalb des Kalenders, wurde gern der Bau neuer Tempel veranlasst, auch Aussaaten und Ernten wurden mit Hilfe des Kalenders vorhergesagt.
Maya-Zeit
Die Schöpfung war für die Maya ein bis heute andauernder, sich kontinuierlich entwickelnder Prozess aus Zerstörung und Neubeginn, berichten Maya-Forscher. Im Verständnis der Maya war der 11. August 3114 vor unserer Zeitrechnung der Tag eins der gegenwärtigen Welt. Doch davor hat es nach Vorstellung der Maya bereits unendlich viele Welten gegeben. Unterteilt haben sie die Zeit dabei in verschiedene Einheiten, die "Baktun" genannt werden. Ein Baktun währt 400 Jahre.
Das Ende ist nah
Am 21. Dezember 2012 endet laut des Kalenders ein Zyklus der Maya-Zeit, das 13. Baktun. Kein Weltuntergang also. Die Maya nahmen zwar an, dass es zu einer großen Flut kommen wird. Aber kein Maya hätte je mit dem Untergang der Welt gerechnet. Dieser Tag war eine Zäsur für sie - wie es für uns der Wechsel vom Jahr 1999 auf das Jahr 2000 bedeutete.
Nach dem Untergang
Zählte man auch heute noch mit dem Kalender der Mayas, man würde entweder wieder von vorn beginnen, also mit dem Zählen des ersten Baktun - oder man würde einfach mit dem 14. Baktun weitermachen, glauben Forscher.
Die Maya
Die Maya sind ein indigenes Volk in Mittelamerika, dessen Geschichte bis heute viele Rätsel aufgibt. Die Maya schufen eine der bedeutendsten Hochkulturen der Antike und bauten komplexe Tempelanlagen, sie besaßen den besagten hochentwickelten Kalender und waren Meister im Maisanbau. Heute gibt es rund sechs Millionen Maya, sie leben auf der Halbinsel Yucatán (Mexiko), in Belize, Guatemala, El Salvador und Honduras.