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Afrikas verstorbenes Idol: Obama, Bush und Clinton reisen zur Mandela-Trauerfeier

Es wird die wohl größte Trauerfeier seit dem Tod von Papst Johannes Paul II.: Zum Gedenken an Nelson Mandela werden in Johannesburg kommende Woche fast 100.000 Menschen erwartet, darunter Barack Obama und zwei seiner Vorgänger. Deutschland wird von Bundespräsident Gauck vertreten.

Pretoria/Berlin - Die Welt trauert um Nelson Mandela. Staats- und Regierungschefs rund um den Globus würdigten das Vermächtnis des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas.

Die zentrale Gedenkfeier findet am Dienstag im größten Fußballstadion Südafrikas statt, dem FNB-Stadion von Johannesburg. 95.000 Menschen finden hier Platz. Anreisen wollten unter anderen Frankreichs Staatsoberhaupt François Hollande, US-Präsident Barack Obama und dessen Vorgänger George W. Bush sowie Bill Clinton. Deutschland wird von Bundespräsident Joachim Gauck vertreten.

Bereits am Freitagabend sprach Obama Mandelas Witwe Graca Machel sein Beileid aus. Zum Zeichen der Trauer wurden vielerorts die Flaggen auf Halbmast gesetzt. In den USA veranlasste Obama Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden. Auch die EU-Kommission in Brüssel ließ die 28 Europaflaggen vor dem Hauptgebäude auf Halbmast setzen - eine sehr seltene Geste.

Gauck: "Eine Jahrhundertgestalt verloren"

Vor Mandelas Haus im Johannesburger Vorort Houghton versammelten sich den ganzen Freitag über Menschen zum spontanen Gedenken. Viele tanzten und sangen, einige hielten Bilder des "Vaters der Nation" in den Händen oder schwenkten die südafrikanische Fahne.

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Weltweite Trauer: Tränen und Lufballons für Mandela
Beigesetzt werden soll Mandela am 15. Dezember in Qunu am Ostkap, wo er aufgewachsen war. Es soll nach den Worten von Staatspräsident Jacob Zuma eine Woche lang getrauert werden und zugleich auch das erfüllte Leben des Nationalhelden gefeiert werden.

Der Uno-Sicherheitsrat ehrte den Verstorbenen mit einer Schweigeminute. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, Mandela sei "ein Staatsmann mit einer Botschaft, die in allen Ländern und zu aller Zeit Gültigkeit hat". Gauck sagte im Schloss Bellevue: "Unsere Welt hat eine Jahrhundertgestalt verloren." Papst Franziskus würdigte ihn als Inspirationsquelle für alle Generationen.

kuz/dpa

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insgesamt 74 Beiträge
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1. Mandelas Verdienste unvergleichbar
2010sdafrika 07.12.2013
Was Mandela für Südafrika realisierte - nämlich Freiheit, Menschenrechte und Gerechtigkeit - ist unvergleichbar mit den Aktivitäten von Obama, Gauck und Co. Mandela ist mit Abstand ein Politiker, den die Welt sehr vermissen wird. 27 Jahre Haft sprechen für sich: http://2010sdafrika.wordpress.com/2013/12/07/mandela-im-kampf-gegen-die-apartheid/.
2. Vorbild
fanlula 07.12.2013
Ein lebendiges Plädoyer für Respekt und Toleranz. Danke.
3. Grosse Frage...
wolla2 07.12.2013
... was Bush, Obama und Clinton da wollen. Die haben mit den Grundwerten von Nelson mandela doch nun wirklich nichts "am Hut". Das ist doch wieder mal nur reine Show und bestimmt keine Kondolenz.
4. von Herrn Mandela können besonders die amerikanischen Trauergäste viel lernen!
Spiegelleserin57 07.12.2013
Es wäre doch mal eine gute Tat zu Ehren des Toten wenn die Politiker in ihren Ländern den Wunsch des Toten in die Tat umsetzen würden, das gilt auch für die Flüchtlingspolitik in Deutschland bei den afrikanischen Flüchtlingen. Es tut nicht gut die Grenzen zu schließen, sondern echte Hilfe wäre angebracht! z. B. Anleitung zu einem Ackerbau von dem die Menschen leben können und die Aidshilfe!!!
5. Wie unklar?
Thomas K. 07.12.2013
Herr Gauck hat vor und während seiner Amtszeit noch nichts anderes gesagt, als dass die Freiheit das wichtigste für die Menschheit ist. Jetzt stirbt einer der größten Freiheitskämpfer der Welt und es ist noch nicht klar das er fährt? Das verstehe ich nicht.
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Fotostrecke
Nelson Mandela: Afrikas größter Sohn

Fläche: 1.220.813 km²

Bevölkerung: 54,002 Mio.

Hauptstadt: Pretoria

Staats- und Regierungschef: Jacob Zuma

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