Mieses Osterwetter: Eisige Eiersuche

Schnee statt Frühling: Winter in Europa Fotos
DPA

Es wird kalt, die Sonne ist nur zeitweise zu sehen und ohne Regenschirm sollte man besser nicht aus dem Haus - frohe Ostern allerseits! Trost bietet allenfalls ein Blick ins europäische Ausland: Dort ist es noch ungemütlicher.

Offenbach - Wer Ostereier im Freien suchen will, sollte auf jeden Fall einen dicken Winterpulli anziehen. Während der Feiertage weht allenfalls ein zarter Frühlingshauch durchs Land. "Das Wetter an Ostern wird nicht besonders toll", sagt Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst. Winterkleidung sei in jedem Fall empfehlenswert. "Und vor allem am Freitag und Samstag sollte man einen Regenschirm mitnehmen."

An diesen Tagen erwarten die Experten vielerorts Niederschläge - im Norden meist Schnee, im Süden eher Regen. Länger anhaltende Sonne gibt es laut Trippler erst am Sonntag im Westen, am Ostermontag dann überall, besonders im Osten und Südosten.

Nachts ist es zwar nicht mehr so kalt wie zuletzt, aber die Temperaturen liegen immer noch unter null Grad. Und tagsüber wird es nicht viel wärmer. Mit viel Glück gibt es am Sonntag im Südwesten zehn Grad. Zur Erinnerung: Heiligabend waren in Freiburg 19 Grad gemessen worden. Im Norden sind jetzt bestenfalls fünf Grad zu erwarten.

Die wenig frühlingshaften Temperaturen passen ins Bild. Im Nordosten Deutschlands geht der kälteste März seit mindestens 130 Jahren zu Ende. Für Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin ermittelte der Wetterdienst Durchschnittstemperaturen bis zu knapp minus zwei Grad. Sie liegen dicht am bisherigen März-Kälterekord aus dem Jahr 1883. Bundesweit ist es der kälteste März seit 25 Jahren.

Moskau drohen nach Schneechaos Überschwemmungen

Man muss schon ins Ausland blicken, um dem Osterwetter etwas Gutes abgewinnen zu können - denn dort hält sich der Winter teilweise noch hartnäckiger. In Großbritannien sind Hunderte Schafe eingeschneit. In Russland arbeiten sich Räumfahrzeuge nach Rekordschneefällen durch die Straßen Moskaus - und wenn Tauwetter einsetzt, drohen Überschwemmungen. Die Stadtverwaltung forderte Autofahrer auf, die Räumfahrzeuge nicht zu behindern.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew entließ Verwaltungschef Alexander Popow seinen Stellvertreter sowie mehrere Funktionäre kommunaler Betriebe, die beim Winterdienst versagt hätten. Kiew hatte mit den stärksten Schneefällen seit mehr als hundert Jahren zu kämpfen. Auch dort warnten Behörden vor Hochwasser.

Die Opposition um Boxweltmeister Vitali Klitschko hatte die gesamte Stadtverwaltung zum Rücktritt aufgerufen, weil sie dem Chaos in der Stadt nicht Herr geworden war. Präsident Wiktor Janukowitsch musste Tausende Soldaten mobilisieren, um die Lage in den Griff zu bekommen.

hut/ulz/dpa

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insgesamt 22 Beiträge
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1. Ach jaaa...
dunkelmerkel 27.03.2013
...es ist doch ein Graus mit dieser Klimaerwärmung...es gibt einfach keine Winter mehr :-(
2.
thorusch 27.03.2013
Zitat von dunkelmerkel...es ist doch ein Graus mit dieser Klimaerwärmung...es gibt einfach keine Winter mehr :-(
Ja, einfach eklig, diese Hitze. Und der Ozean schwappt bei uns schon bis an den Harzrand... Kann man diese Klimaheinis eigentlich zwangsweise zum Schneeräumen einteilen?
3.
lupenreinerdemokrat 27.03.2013
Zitat von dunkelmerkel...es ist doch ein Graus mit dieser Klimaerwärmung...es gibt einfach keine Winter mehr :-(
Ja, zumindest an Weihnachten nicht mehr. Stattdessen halt in den restlichen 51 Wochen im Jahr... ;-)
4. Kräht
motzbrocken 27.03.2013
der Hahn auf dem Mist, ändert das Wetter oder es bleibt wie es ist. In dem Sinn Frohe Ostern
5. Das ist die Strafe Gottes ...
karlsiegfried 27.03.2013
... der den blöden Menschen zeigen will, wer Herr auf dieser Welt ist. Nicht die Menschen haben die Erde erschaffen, sondern immer noch Gott. Amen. Übrigens, auch die hausgemachte Finanzkrise gefällt überhaupt nicht.
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