Kalte Osterfeiertage Hey, Schneehasen!

Frohe Weih..., äh, Ostern! Mancherorts im Nordosten konnte man angesichts von mehr als 30 Zentimetern Neuschnee schon mal durcheinanderkommen. Wer die Nase voll vom kalten Wetter hat, muss nicht mehr lange warten.

DPA

Mit dem Eiersuchen im Freien war es im Nordosten Deutschlands am Sonntag schwierig: Zwischen der Mecklenburgischen Seenplatte und Rostock waren seit Samstagabend 30 Zentimeter nasser Neuschnee gefallen, mancherorts sogar noch mehr. 35 Zentimeter wurden laut Deutschem Wetterdienst am Sonntag aus Gersdorf gemeldet. In dem Bundesland war das so viel wie seit Jahrzehnten im April nicht mehr. Zuletzt waren am 11. April 1970 in Marnitz 35 Zentimeter Schneefall gemessen worden, wie der DWD mitteilte.

Auf den Straßen im Nordosten gab es zahlreiche Unfälle. Besonders betroffen war die Region um Rostock. Dort krachte es in der Zeit von Samstagnachmittag bis Sonntagmorgen 71-mal, teilte die Polizei mit. Drei Verletzte kamen in Krankenhäuser. In der Region um Neubrandenburg zählten die Behörden 34 Unfälle. Einige Straßen waren wegen Schneeverwehungen und umgestürzter Bäume nicht befahrbar.

Unter der Last des Schnees brach ein Großteil der Volieren in einem Vogelpark in Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Die Busse der Sonderlinie für den Müritz-Nationalpark in Waren sind gestoppt. Der Park Marlow ist deshalb gesperrt, wie eine Sprecherin sagte. Einige Tiere seien aus den zerstörten Gehegen entkommen. Der Park habe ein Notfalltelefon geschaltet. Die Höhe des Schadens sei groß, aber noch nicht genau zu beziffern.

Die Schneefälle könnten so etwas wie ein letztes Aufbäumen des winterlichen Wetters sein. Innerhalb weniger Tage sollen die Temperaturen deutlich steigen. Ersten Voraussagen zufolge soll es kommenden Sonntag in ganz Deutschland 20 Grad oder noch wärmer werden.

Zunächst gibt es am Ostermontag überwiegend niederschlagsfreies und insbesondere im Nordosten und Süden auch schönes Wetter. Doch wird es im Nordosten nicht wärmer als fünf bis zehn Grad, im Rest des Landes steigen die Werte auf höchstens zehn bis 14 Grad. Nach einer kalten Nacht bringt die Warmfront von Tief "Gabi" am Dienstag vor allem nach Norden hin viele Wolken und Regen.

Im Südosten bleibt es trocken, dort klettern die Temperaturen auf 20, am Alpenrand sogar auf 22 Grad. Am Mittwoch zieht eine Kaltfront von Nordwesten nach Südosten über Deutschland hinweg und bringt Schauer und örtlich auch Gewitter. Doch ab Donnerstag wird es deutlich wärmer.

ulz/dpa

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