Offenbach - In den kommenden Tagen wird nur noch wenig blauer Himmel zu sehen sein - und im Norden kehrt der Winter zurück. Das ist die Prognose von Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Und daran soll sich bis über das Wochenende nichts ändern.
Laut dem Hamburger Institut für Wetter- und Klimakommunikation soll es im Norden am Samstag und Sonntag länger anhaltende und intensive Schneefälle geben. "Die gesamte Wetterentwicklung ist in den Modellen so stabil, dass der grundsätzliche massive Wetterumschung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist", sagt der Leiter des Instituts, Frank Böttcher.
Die DWD-Prognose fällt etwas vorsichtiger aus: Am Donnerstag ziehen Wolken auf, und ab Freitag liegt eine markante Luftmassengrenze vom Emsland bis zu den sächsischen und bayerischen Mittelgebirgen diagonal über Deutschland. Nördlich davon schneit es, südlich fällt Regen. Höchstens kurz zeigt sich die Sonne, am ehesten im äußersten Südwesten und Nordosten. Dort soll am Freitag Schnee, Schneeregen oder Regen fallen, in der zweiten Tageshälfte nähert sich von Südwesten her ein weiteres Niederschlagsgebiet.
Zweigeteilt sollen auch die Temperaturen werden: Im Norden und Nordosten winterlich kalt mit Minusgraden und einstelligen Höchstwerten, im Südwesten milde 14 Grad Celsius. "Der März ist die Brücke vom Winter zum Frühling", sagt Ruppert. Einerseits lasse er alle Zeichen des Wiedererwachens der Natur erkennen, andererseits seien auch noch knackige Kälte oder nasskaltes Schauerwetter möglich.
Im Norden und in den Höhenlagen der Mittelgebirge rechnet Stefan Laps, Meteorologe bei Meteomedia/Unwetterzentrale, mit teils kräftigem Schneefall am Wochenende. Mit extremen Neuschneemengen sei allerdings nicht zu rechnen. "Es dürfte eher ein normaler Wintereinbruch werden, so wie wir es in diesem Winter schon mehrfach erlebt haben", sagt Laps.
An den Küsten, insbesondere an der Ostsee, ist dem Meteorologen zufolge vereinzelt mit Sturmböen zu rechnen. "Durch den Wind werden sich die Temperaturen noch kälter anfühlen", sagt Laps. Laut DWD fallen die Temperaturen auf Tiefstwerte zwischen fünf Grad am Oberrhein und minus vier Grad in der Uckermark.
Auf vielen Straßen im Norden sei am Wochenende wegen des Schneefalls oder gefrierender Nässe mit glatten Straßen zu rechnen, so Meteorologe Laps. Autofahrer sollten unbedingt mit Winterreifen unterwegs sein.
wit/dpa
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