Bis minus 27 Grad Deutschland erlebt die kälteste Nacht

Der Winter hat in Deutschland in der Nacht seinen Tiefpunkt erreicht: Auf der Zugspitze wurden Minus-Rekordwerte gemessen, selbst in Hamburg bleibt der Schnee liegen.

DPA

Deutschland hat die bislang wohl kälteste Nacht in diesem Winter hinter sich. Nach einer vorläufigen Auswertung der Messdaten war es auf der Zugspitze mit minus 27 Grad am kältesten, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach sagte. Dies sei für den höchsten Gipfel in Deutschland auch der bisherige Minus-Rekord in diesem Winter.

Im übrigen Land habe es verbreitet strengen Frost zwischen minus 15 und minus 10 Grad gegeben. Besonders eisig war es demnach in Thüringen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg.

Im Nordosten Deutschlands war es etwas wärmer, dafür fiel reichlich Schnee. Selbst Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern liegen unter einer weißen Decke - der Schnee blieb ausnahmsweise einmal liegen. Im Straßenverkehr kam es dadurch prompt zu etlichen Unfällen, wie die Polizei für Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. Besonders betroffen waren demnach die Straßen an der Küste zwischen Ostholstein und Rostock.

"An vielen Stellen gibt es Schneeverwehungen", sagte eine Sprecherin. Dort sei es deshalb zu mindestens sechs Unfällen gekommen. Verletzte habe es nicht gegeben, es blieb bei Blechschäden. Im Schneegestöber hatte die Unfallserie bereits Sonntagmittag begonnen. Auf der Autobahn 20 wurde bei einem Unfall ein 39-Jähriger schwer verletzt, eine 37-Jährige und ihr 8 Jahre alter Sohn leicht.

Auf der B105 erlitt eine Frau leichte Verletzungen. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Schneeglätte von Kiel bis Usedom. Bis Mittwoch könne es entlang der Ostseeküste erneut Schneeverwehungen geben, sagte Stefan Kreibohm vom Wetterdienst Meteomedia.

Auch im Flugverkehr kam es wetterbedingt zu Einschränkungen, zum Beispiel in Bremen. Wegen Schneefällen und Eisglätte fielen hier seit Sonntagabend zehn Flüge aus. Ob im Laufe des Tages weitere Flüge ausfallen, war nach Angaben eines Flughafen-Sprechers noch unklar.

Von den Meteorologen gibt es noch keine Entwarnung. Im Gegenteil: Es soll sogar noch kälter werden. Die Kältewelle setze sich mit voraussichtlich noch tieferen Werten in der Nacht zum Mittwoch fort, hieß es vom Deutschen Wetterdienst. Laut dem Wetterdienst Meteomedia soll es bis Mittwoch außerdem entlang der Ostseeküste erneut Schneeverwehungen geben.

fok/dpa

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