Winterwetter Eiszeit in Deutschland

Heizung auf, Jacke zu: Es bleibt frostig in Deutschland. Stellenweise wurden bis zu minus 20 Grad gemessen. Am Wochenende droht Glatteis.

DPA

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist der Winter in Deutschland in Schwung gekommen. Diese Woche bleibt es kalt. Nur an der Nordsee und entlang des Rheins kann es tagsüber mal Temperaturen über null Grad geben.

Die Nächte werden eisig, in der Nacht zum Freitag sind örtlich Werte unter minus zehn Grad möglich, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte.

Die Nacht zum Dienstag hatte vielerorts bereits strengen Frost gebracht: Am kältesten war es mit minus 20,3 Grad in Reit im Winkl in Bayern an der Grenze zu Österreich. Auch in Sachsen und Niedersachsen war es mit bis zu 19,9 Grad unter dem Gefrierpunkt bitterkalt. Plusgrade gab es nur weit im Norden auf Sylt mit knapp über null Grad.

Schneien wird es in den nächsten Tagen nur vereinzelt in den Alpen oder am Nordrand der Mittelgebirge. Sonst scheint vielerorts die Sonne dank Hoch "Claudius", das am Mittwoch Tief "Hannah" verdrängt.

Erst zum Wochenende kommen von Westen her neue Niederschläge nach Deutschland. Dann kann es glatt werden - je nachdem, ob Schnee oder Regen vom Himmel fällt.

77 Kältetote in Polen

In Polen sind durch die Kälte Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Seit Winterbeginn seien bereits 77 Menschen gestorben, teilte die Polizei mit. 60 Menschen starben allein im Januar. Neben Obdachlosen sind vor allem Menschen bedroht, die betrunken auf einer Parkbank oder an einer Haltestelle einschlafen, aber auch geschwächte alte Menschen.

In der Ukraine sind seit Anfang der Woche wegen der Winterkälte 300 Orte ohne Strom, wie der Zivilschutz mitteilte. Heftige Schneestürme verursachten Chaos auf den Straßen, Hunderte Fahrzeuge und Krankenwagen blieben laut den Behörden stecken. Allein in Odessa am Schwarzen Meer retteten Zivilschutzteams 322 Menschen aus ihren zugeschneiten Fahrzeugen.

sep/dpa/AFP

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