Wetter Hamburgs Alsterschwäne wegen Hitze ins Winterquartier gebracht

Ausnahmesituation in Hamburg: Wegen der Hitze sind die Hamburger Alsterschwäne erstmals mitten im Sommer in ihr Winterquartier gebracht worden. In den kommenden Tagen sollen Gewitter Abkühlung bringen.

Hamburgs Schwanenvater Olaf Nieß (Archiv)
DPA

Hamburgs Schwanenvater Olaf Nieß (Archiv)


Normalerweise werden die Hamburger Alsterschwäne in ihr Winterquartier gebracht, wenn es kalt wird. In diesem Jahr werden die Tiere wegen der Hitze erstmals im Sommer umquartiert. Schwanenvater Olaf Nieß fing mit mehreren Helfern rund 40 Schwäne an der Rathausschleuse ein, um sie in den Eppendorfer Mühlenteich zu bringen.

Dort verbringen die Vögel normalerweise nur den Winter, weil der Teich mit Hilfe von Pumpen eisfrei gehalten werden kann. Jetzt sollen sie vorübergehend zur Beobachtung in einem abgetrennten Bereich des Gewässers bleiben.

In den vergangenen Tagen waren vier tote Schwäne gefunden worden. Ob sie in Folge der Hitze starben, ist unklar. "Wir haben relativ deutliche Vermutungen, aber die Untersuchungen der zuständigen Stellen laufen noch", sagte Nieß. Das Wasser der Alster sei derzeit 27,5 Grad warm. Im Eppendorfer Mühlenteich ist es nicht kälter, aber es gebe dort keine Algenbildung, sagte der Schwanenvater.

Hitzegeplagte müssen in den kommenden Tagen noch einmal leiden: Es bleibt nicht nur sehr heiß, durch immer feuchtere Luft ist es auch schwül, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Allerdings kommen auch Gewitter, die in den nächsten Tagen großflächig über Deutschland ziehen und mit teils unwetterartigem Regen Abkühlung bringen sollen.

Im äußersten Westen und Nordwesten Deutschlands können nach DWD-Angaben bereits in der Nacht zu Mittwoch starke Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen aufziehen. Vor allem in den größeren Städten sowie am Rand von Nord- und Ostsee steht eine weitere Tropennacht an, in der die Temperaturen voraussichtlich nicht unter 20 Grad sinken. Am Mittwoch steigt landesweit die Wahrscheinlichkeit von Schauern und Gewittern, wobei es im Osten Deutschlands mit bis zu 38 Grad sehr heiß bleibt.

Am Donnerstag liegen die Höchstwerte im Westen bei 25 bis 30 Grad - auch wenn es sich wegen der Schwüle heißer anfühlen dürfte. Von Westen aus naht eine breite Gewitterfront, die im Laufe des Nachmittags Richtung Osten zieht.

wit/dpa



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