Hitze in Deutschland Defekte Klimaanlage - Jugendliche kollabieren in Reisebus

Weil die Klimaanlage eines Reisebusses ausfiel, bekamen 20 Kinder und Jugendliche Kreislaufprobleme. Die Hitze macht vielen Menschen zu schaffen - und dieser Dienstag könnte der heißeste Tag des Jahres werden.

Reisebus an A1-Raststätte
DPA/TeleNewsNetwork

Reisebus an A1-Raststätte


Mehrere Kinder und Jugendliche sind in einem Reisebus auf der Autobahn 1 kollabiert. Die Reisegruppe mit mehr als 120 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren war in der Nähe von Wildeshausen im Kreis Oldenburg unterwegs, als die Klimaanlage des Fahrzeuges ausfiel, wie die Polizei mitteilte.

Der Bus musste daraufhin an einem Rastplatz anhalten, die Feuerwehr wurde alarmiert. Rund 60 Einsatzkräfte seien mit insgesamt etwa 25 Fahrzeugen an dem Großeinsatz beteiligt gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher. 126 Menschen wurden betreut.

Nach Angaben der Polizei hatten zunächst etwa 20 Insassen aufgrund der Hitze mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Die alarmierten Rettungskräfte brachten dann zehn Elf- und Zwölfjährige in ein Krankenhaus nach Oldenburg. Laut Feuerwehr war die Gruppe mit einem Doppeldeckerbus und zwei Transportern auf dem Rückweg von einem Tagesausflug in ein Zeltlager.

In Niedersachsen herrschten am Montag teilweise Temperaturen von 35 Grad und mehr. Bundesweit am wärmsten war es in Sachsen-Anhalt. Der heißeste Ort sei Bernburg an der Saale mit 37,4 Grad gewesen, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Dahinter folgte Kitzingen in Bayern mit 37 Grad. Der bislang höchste gemessene Wert des Sommers liegt laut DWD bei 38 Grad in Duisburg.

An diesem Dienstag soll es aber noch heißer werden - fast 40 Grad. Der DWD erwartet mehr als 35 Grad von Mecklenburg-Vorpommern bis in den Südwesten. "Regional wird das sicherlich der heißeste Tag des Jahres", sagte eine DWD-Meteorologin. "In der Mitte und im Osten Deutschlands können es sogar bis zu 39 Grad werden."

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Wetter in Deutschland: Heiß, heißer, Juli

Das aktuelle Supersommer-Tief trägt passenderweise den Namen "Juli". Es bringt zum Monatsende von Süd- und Südwesteuropa heiße subtropische Luft nach Mitteleuropa. Mindestens bis zum Ende der Woche bleibt es warm, ab Mittwoch sollen die Temperaturen laut DWD aber "in den Bereich eines Normal-Sommers" sinken. Schon am Dienstag kann es im Westen und Nordwesten teils kräftige, räumlich begrenzte Gewitter mit Unwetterpotenzial geben.

Die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 liegt laut DWD bei 40,3 Grad. Dieser Wert wurde am 5. Juli und am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen gemessen.

Die Hitzewelle macht laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK Gesundheit Frauen eher zu schaffen als Männern. 54 Prozent der Frauen sagten, ihnen gehe es derzeit schlechter als an normalen Sommertagen. Bei den Männern sprachen 36 Prozent von einem schlechteren Befinden. Insgesamt gaben 45 Prozent der Befragten an, dass es ihnen in diesen Hitzetagen schlechter geht als sonst im Sommer. Keinen Unterschied machen 47 Prozent aus. Sieben Prozent fühlen sich sogar besser.

wit/dpa

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