Wetteraussichten Warmer Osten, kühler Westen

Der Oktober war warm und trocken. Doch nun ist es vielerorts kühl und ungemütlich - allerdings vor allem im Westen Deutschlands.

Niederfinow, Brandenburg
DPA

Niederfinow, Brandenburg


Noch ist es vielerorts windig und kann sogar schneien, doch damit soll in den kommenden Tagen erst einmal Schluss sein. Es werde allerdings weiterhin große Temperaturunterschiede zwischen dem Osten und Westen Deutschlands geben, sagte Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Nachdem es im Oktober noch viele sommerlich warme Tage gab, wurde es am vergangenen Wochenende ungemütlicher. Nun hat es erneut bis in Lagen um 400 Meter Höhe geschneit. In der Westhälfte des Landes blies ein kräftiger Wind bis hin zu orkanartigen Böen auf Bergen und über Nordseeinseln.

Im Osten ist es mit 18 bis 22 Grad warm, im Westen waren es nur drei bis acht Grad, berichtete der DWD. "Das Temperaturgefälle Ost-West bleibt erhalten, ist aber nicht mehr ganz so ausgeprägt", sagte Kernn.

Am Mittwoch beruhige sich das Wetter. Anfangs kann es im Norden noch etwas Regen geben, sonst ist es weitgehend trocken und im Osten und Südosten auch sonnig. Im Westen zieht sich der Himmel den Meteorologen zufolge am Nachmittag zu. Am Abend sind westlich des Rheins ein paar Regentropfen möglich.

Donnerstag und Freitag werden unbeständig mit einem Wechsel aus Wolken, Sonne und etwas Regen. Tagsüber bleibt es aber mild und nachts frostfrei.

Dürreperiode bis in den Herbst

Der Oktober 2018 war einer der sonnigsten seit Beginn der Messungen. Mit bundesweit rund 160 Stunden Sonne lag der Monat um 47 Prozent über dem Durchschnittswert, wie der Deutsche Wetterdienst nach den ersten Auswertungen seiner rund 2000 Messstationen berichtete. Der Monat gehörte damit zu den fünf sonnigsten Oktobern seit Beginn der Messung 1951. Am längsten zeigte sich die Sonne im Allgäu, in Oberbayern und auf der Fränkischen Alb - bis zu 200 Stunden lang.

Extrem war auch die Dürre in diesem Oktober. Mit rund 28 Litern pro Quadratmeter erreichte der Monat nur etwa die Hälfte seines Solls. In der Pfalz, in Rheinhessen und im Hunsrück fiel bis zum 29. Oktober mancherorts nicht einmal ein Liter Regen. So verlängerte sich die seit April anhaltende extreme Dürreperiode bis in den Herbst.

Rekorde gab es auch bei der Temperatur, wenn auch nur lokal. In Düsseldorf, Waltrop-Abdinghof bei Dortmund und Tönisvorst am Niederrhein zählte der DWD sieben Tage mit mehr als 20 Grad - ein Rekord bei der Anzahl der Sommertage in einem Oktober. Der bundesweite Temperaturdurchschnitt lag mit 10,7 Grad um gut eineinhalb Grad über dem Mittelwert.

bbr/dpa

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