Schneefall in Deutschland Doch noch weiße Weihnachten und frostiges Finale

Im Osten und in den Alpen schneit es, und die Skigebiete bereiten sich auf die Wintersportler vor. Zu Silvester wird es in ganz Deutschland richtig kalt.


Hamburg - Nach tagelangem Dauerregen in Hamburg wirkten die dicken Schneeflocken, die am späten Nachmittag des ersten Weihnachtstages vom dunklen Himmel fielen, fast schon wie ein Weihnachtswunder.

Zwar blieb der Schnee auf dem nassen Boden der Hansestadt nicht liegen, aber das Tief "Freia" hat zumindest im Osten und in den Alpen am zweiten Weihnachtsfeiertag in Deutschland doch noch das ersehnte Weiß beschert. In Chemnitz wurden am Freitag sechs Zentimeter, in Zinnwald im Erzgebirge sogar zehn Zentimeter Schnee gemessen. "An Heiligabend lag nur auf der Zugspitze Schnee", sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach (DWD) am Freitag.

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Wintereinbruch in Deutschland: Es schneit!
Das ausgehende Jahr war - gemessen am langjährigen Durchschnitt - viel zu warm. Weltweit und auch in Deutschland ist 2014 auf dem besten Weg, das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu werden. In Schleswig-Holstein hatte es Heiligabend Überflutungen an der Stör, einem Nebenfluss der Elbe, gegeben. Die Bewohner der Stadt Kellinghusen hatten ihre Hauseingänge und Deiche mit Sandsäcken gegen die starken Regenfälle geschützt.

Es kommen "winterliche Zeiten"

Jetzt steht aber aller Voraussicht nach ein frostiges Finale an: "Wir gehen winterlichen Zeiten entgegen", so Hartmann. Der Feldberg im Schwarzwald bereitet sich auf den bevorstehenden Wintereinbruch vor: Am Wochenende werde das größte Skigebiet im Südwesten die ersten seiner 35 Lifte öffnen und Wintersportfans empfangen, teilte der Liftverbund am Freitag mit. Rund zwei Wochen nach dem dortigen Saisonstart - der wegen Schneemangels nur einen Tag anhielt - können sich die Lift-Betreiber nun auf den Schnee freuen.

Am Samstag ziehen nach DWD-Prognosen "teils unwetterartige Schneefälle" durch den Südwesten, die im höheren Bergland für bis zu 30 Zentimeter Neuschnee sorgen. Starker Wind sorgt für Schneeverwehungen in den Bergen. "Auf Autobahnen in 400, 500 Metern Höhe kann es kritisch werden", mahnte Hartmann. Im Schwarzwald sind Orkanböen möglich. In den tieferen Lagen kann es auch regnen.

Im Norden und Osten bleibt es dagegen weitgehend sonnig und trocken. Die Temperaturen erreichen minus zwei Grad im Osten und vier Grad am Niederrhein. Am Sonntag sind nur ein paar Flocken zu erwarten - vor allem wieder im Süden und der Mitte Deutschlands. Im südlichen und südöstlichen Bergland kann es auch länger schneien. "Das wird aber harmlos", sagte Hartmann. In Küstennähe und den Tälern im Süden erreichen die Temperaturen null bis drei Grad, im Rest der Republik herrscht leichter Dauerfrost. Am Montag können im Nordosten einige, wenige Zentimeter Schnee fallen.

hei/dpa



insgesamt 30 Beiträge
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Seite 1
Airkraft 26.12.2014
1.
Egal. Hauptsache Finaaale!!!
mikesch0815 26.12.2014
2. Der Winter ist noch keine Woche alt...
...und schon kommt Schnee! Meine Güte! Das hätte es früher nicht gegeben!
Fonso 26.12.2014
3. Übrigens:
Bei uns ist heute ein Sack Streusalz umgefallen
dani7830 26.12.2014
4. zu 3. Übrigens:Fonso
und hast du ihn wieder aufgehoben? das sollte man als eilmeldung bringen. was ist dir den an Nachrichten wichtig.
kritischerleser50 26.12.2014
5. Wintereinbruch
Alleine schon die Wortwahl... Ende Dezember sind ein paar cm Schnee und Minusgrade angesagt - und schon reden die Medien vom "Wintereinbruch". Na dann warte ich mal auf den ARD-Brennpunkt und das ZDF-Speziel "Winterchaos in Deutschland - Hilfe es schneit".
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