Schnee und Eis im Westen Mehr als tausend Unfälle und gut 400 Kilometer Stau

Schnee und Glätte haben in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Und es soll frostig bleiben.


Im morgendlichen Berufsverkehr haben Schnee und Eis viele Probleme und Verzögerungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland verursacht. Auf den Pendlerstrecken habe es teils "erhebliche Staus" geben, sagte ein Sprecher der Polizei in Düsseldorf. Viele Autofahrer seien besonders früh losgefahren. Schwere Unfälle habe es in seinem Bereich aber nicht gegeben, sagte der Sprecher.

Laut WDR-Staumelder stockte der Verkehr am Morgen in ganz NRW zeitweise auf einer Gesamtlänge von etwa 400 Kilometern. Durch Schnee und Eis gab es von Mittwochfrüh bis Donnerstagfrüh mehr als tausend Verkehrsunfälle in NRW, wie die Polizei mitteilte. Dabei wurden 14 Menschen schwer und 63 leicht verletzt. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf mehr als drei Millionen Euro.

Wegen des Schneefalls wurden am Morgen für etwa zwei Stunden alle Starts und Landungen am Flughafen Köln/Bonn abgesagt. Inzwischen läuft der Flugbetrieb laut Airport wieder: "Dennoch kommt es in Folge der Unterbrechung im Tagesverlauf noch zu Unregelmäßigkeiten im Flugplan. Den aktuellen Flugstatus erfahren Passagiere über die Webseiten der Airlines."

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Wetter in Deutschland: Schnee und Eis im Westen

Das Polizeipräsidium Westpfalz in Rheinland-Pfalz meldete am Morgen 22 wetterbedingte Unfälle, allein elf davon in Kaiserslautern. Eine Polizeisprecherin in Trier sagte: "Wir haben hier einige Lastwagen, die quer stehen."

Am Donnerstag sollen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland wieder bis zu fünf Zentimeter Schnee fallen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Besonders am Vormittag sei mit Schneefällen zu rechnen. Im Laufe des Tages werde es dann gebietsweise sonnig. In der Nacht zum Freitag soll es dann schon wieder schneien, im Süden können die Flocken später in Schneeregen übergehen. Teilweise kann es auch zu gefrierendem Regen mit erhöhter Glättegefahr kommen.

Dem Deutschen Wetterdienst zufolge dauert das eisige Wetter auch in Nordrhein-Westfalen noch an. Am Nachmittag und Abend soll es nur noch vom Münsterland bis nach Ostwestfalen etwas Schnee geben. Die Höchsttemperaturen liegen laut Prognose zwischen ein und drei Grad. In der Nacht zum Freitag kann es wieder zu leichtem Schneefall mit Glättegefahr kommen.

wit/dpa



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