Eiseskälte: Deutschland bibbert sich ins Wochenende

Eis und Schnee: Winterwetter in Deutschland Fotos
dapd

Der Winter macht sich in Deutschland breit. Am Wochenende muss man fast überall bei Minusgraden zittern, in den Tagen danach soll es noch kälter werden. Schnee und Kälte sorgten europaweit für Flugausfälle - besonders Großbritannien ist betroffen.

Offenbach - Tagsüber kalt, nachts klirrend kalt - der Winter hat sich in Deutschland eingenistet. Es herrscht Dauerfrost, die Schneedecke bleibt liegen. Etwas milder wird es am Wochenende nur im Südwesten. Der Überblick:

  • Am Ober- und Hochrhein lässt wärmere Luft die Temperaturen tagsüber auf null Grad steigen. Der Deutsche Wetterdienst warnt Autofahrer, dass Niederschlag als gefrierender Regen oder Schneeregen fallen kann.
  • In den übrigen Regionen herrscht auch tagsüber Frost bis minus sieben Grad, in den Nächten wird es noch kälter. Bei klarem Himmel werden zweistellige Minuswerte erreicht werden.
  • In den Mittelgebirgen kann die gefühlte Temperatur auch am Tag auf bis zu minus 15 Grad sinken, weil dort der Wind stärker weht.
  • Das Winterwetter soll sich bis weit in die nächste Woche halten. Mitte kommender Woche erwarten Meteorologen nachts mancherorts Temperaturen von bis zu minus 20 Grad.

Rettungskräfte warnen davor, zugefrorene Gewässer zu betreten. Die Eisflächen verlockten derzeit viele Menschen zum Schlittschuhlaufen, hieß es von der Deutsche Rettungsflugwacht. Es bestehe jedoch Einbruchgefahr. Auf das Eis solle man sich erst wagen, wenn die Behörden dies erlaubten.

Behörden in Großbritannien raten von Reisen ab

Schnee und Kälte sorgten in Europa für Verkehrschaos. In München wurden 70 Flüge gestrichen. In Teilen Großbritanniens brachte heftiger Schneefall den Verkehr auf Flughäfen, Bahnlinien und sogar bei der Londoner U-Bahn teilweise zum Erliegen. Am Flughafen London-Heathrow, in Cardiff, Bristol und Southampton fielen Dutzende Flüge aus. Wegen der Schneefälle konnten viele Schulkinder nicht zum Unterricht - Tausende Schulen wurden geschlossen.

Allein in Wales, wo die Meteorologen die schwersten Schneefälle erwarteten, wurden 1100 Schulen geschlossen. Wetterwarnungen gab es zudem für Schottland und Nordirland. Teile wichtiger Autobahnen durch das Land wurden zwischenzeitlich gesperrt.

Die Wetterbehörde gab für einige Regionen eine sogenannte rote Warnung heraus, was selten vorkommt. Damit empfiehlt sie, nur in wichtigen Fällen Reisen zu unternehmen, da bis zu 30 Zentimeter Schnee und zudem Schneestürme zu erwarten sind. Krankenhäuser bereiteten sich auf Sonderschichten vor, weil mehr Unfälle passieren könnten, hieß es vom Nationalen Gesundheitsdienst NHS.

ulz/dpa/dapd

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 26 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
max-mustermann 18.01.2013
Was Schnee im Januar ? damit konnte nun wirklich keiner rechnen. Also das ist dem Spiegel dann schon ne Meldung wert, ist ja sonst nix auf der Welt passiert.
2. Hä?
realpogo! 18.01.2013
Anscheinend wissen viele von uns nicht mehr das kalte Winter zur Tagesordnung haben ;)
3. Wahnsinn
tanja.s77 18.01.2013
es ist einfach nur Winter, Wahnsinn der Aufschrei weil es ring paar minusgrade hat. und die Medien unterstützen diese Haltung auch noch!
4. Hey,
lightyjoe 18.01.2013
ihr alle habt's gelesen!
5.
96fan 18.01.2013
Schnee und Kälte im Winter, Sonne und Hitze im Sommer....... das ist ein Zeichen!!! die Welt geht unter...... (ironie off)
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
Twitter | RSS
alles zum Thema Wetter
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 26 Kommentare
  • Zur Startseite

PLZ-Wetter Deutschland