Wetter in Bayern und Österreich Eingeschneit

Der Winter hält die südlichen Regionen Bayerns und Teile Österreichs fest im Griff. Straßen und Bahnverbindungen sind unterbrochen, viele Schulen dicht - und in den kommenden Tagen schneit es weiter.


Schneefall hat in Teilen Österreichs und Bayerns zu Zugausfällen, gesperrten Straßen und tödlichen Unfällen geführt. Überall in den deutschen Alpen herrscht die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Für die nächsten Tage sind weitere Schneefälle angekündigt.

Im Laufe des Montags seien etwa im Landkreis Berchtesgadener Land bis zu 20 Zentimeter, im Allgäu bis zu fünf Zentimeter Neuschnee möglich, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Er warnte vor Lawinen und Schneebrüchen wie herabbrechenden Ästen.

Freuen dürften sich Schulkinder im Süden Bayerns: In mehreren Landkreisen sowie in Lindau fällt am Montag an vielen Schulen der Unterricht aus. Behörden, Feuerwehr und Hilfskräfte dürften im Laufe des Tages vor allem versuchen, den Betrieb des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs wieder auf die Beine zu stellen. Wegen Bäumen, die unter der Schneelast auf die Oberleitungen gefallen waren, war es am Wochenende zu zahlreichen Ausfällen und Sperrungen gekommen.

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Wintereinbruch in Bayern: Viel Schnee, viele Unfälle

Im oberbayerischen Wackersberg bei Bad Tölz wurde ein 44 Jahre alter Skitourengänger von herabfallenden Ästen erschlagen. Der Mann sei von einer Baumkrone getroffen worden, die unter der Schneelast abgebrochen sei, teilte die Polizei mit.

In Österreich wurden am Wochenende zwei deutsche Skifahrer von Lawinen getötet. Beide starben am Sonntag in Vorarlberg. In dem westlichen Bundesland herrschte wie in weiten Teilen der österreichischen Alpen nach heftigen Schneefällen große Lawinengefahr.

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Österreich: Im Schnee versunken

In Österreich bleibt die Lawinengefahr in den kommenden Tagen groß, meinen Experten und Behörden. "Sich abseits von gesicherten Pisten aufzuhalten, ist für Wintersportler derzeit und auch in den nächsten Tagen lebensgefährlich", warnte die Regierung des Bundeslandes Salzburg in einer Mitteilung. Aufgrund des starken Schneefalls und der labilen Schneeschichten seien am Sonntag Hunderte Lawinen abgegangen, sagte Lawinenexperte Bernhard Niedermoser.

Für die nächsten Tage erwarten Meteorologen nördlich der Donau Regen. Richtung Alpen könne es in den kommenden Tagen immer wieder Schnee geben. Das nächste Tief stehe schon in den Startlöchern.

jpz/dpa/AFP



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