Sturm "Friederike" bringt Schnee und Eis Lkw und Busse rutschen von den Straßen

Schnee, Regen und Eisglätte haben in vielen Teilen Deutschlands zu Unfällen geführt. Eine Wetterbesserung ist nicht zu erwarten: Tief "Friederike" bringt heftige Sturmböen.

DPA

Winterliche Straßenverhältnisse machen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern zu schaffen. Vor allem im Norden, Westen und in der Mitte Deutschlands kamen Fahrzeuge im Berufsverkehr ins Rutschen: Lastwagen und Busse mit Schulkindern kippten um, Autobahnen wurden zeitweise gesperrt. Zudem warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor schweren Sturmböen sowie Gewittern. In höheren Lagen könne Tief "Friederike" auch Orkanstärke erreichen.

Drei Busse mit Schulkindern verunglückten in Nordrhein-Westfalen bei Glätte. Dabei wurde ein Busfahrer schwer verletzt, weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. In Nümbrecht im Bergischen Land kam ein Bus auf abschüssiger Strecke bei Schneeglätte von der Fahrbahn ab. Dabei seien der Fahrer sowie weitere sieben Menschen leicht verletzt worden, auch Schulkinder.

Bei Euskirchen wurden zudem sieben Menschen bei einem Unfall mit einem Schulbus leicht verletzt - auch hier sollen Schüler unter den Verletzten sein. Bei Zülpich krachte ein Schulbus gegen einen Baum. Der Busfahrer sei schwer verletzt worden, ein Fahrgast erlitt leichte Verletzungen, teilte die Polizei mit.

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Winterwetter: Schnee und Sturm

In Thüringen stürzte am Morgen auf der A9 bei Schleiz ein mit Gurken beladener Lkw bei Schneeglätte auf ein Feld neben der Fahrbahn - der Fahrer blieb unverletzt. Ebenfalls auf der A9 kam ein Laster bei Dittersdorf von der Fahrbahn ab und stürzte einen Hang hinunter. Auch dort blieb der Fahrer unverletzt.

In Nordrhein-Westfalen musste die Autobahn 2 zwischen Herford und Vlotho in Fahrtrichtung Hannover gesperrt werden. Grund war laut Polizei ein Glätteunfall mit einem Lastwagen, dessen Anhänger zwei Spuren blockierte. Der Fahrer kam mit Verletzungen in eine Klinik.

Auf der A623 im Saarland kippte nahe dem Autobahndreieck Friedrichsthal ein Lebensmittellaster um. Weil der 18-Tonner die Fahrbahn blockierte, wurde die Autobahn in beide Richtungen gesperrt. Der Fahrer erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen.

Auch in Hessen behinderte winterliches Wetter den Verkehr. Auf der Autobahn 7 gab es bei Kassel-Nord Beeinträchtigungen in beide Richtungen wegen Schneeglätte. Auch dort blockierten Lastwagen die Fahrbahnen.

Auf glatten Straßen in Niedersachsen gab es zahlreiche nächtliche Unfälle. In Salzbergen im Emsland kippte am Morgen der Anhänger eines Transporters mit etwa hundert Schweinen um. Mindestens 18 Tiere verendeten.

Im nördlichen Schleswig-Holstein berichtete die Feuerwehr von einigen Glätteunfällen, bei denen es auch Verletzte gab. Auf der Autobahn 23 bei Itzehoe seien am Morgen drei Autos von der Fahrbahn abgekommen, sagte ein Polizeisprecher. Ein Mensch wurde verletzt.

Laut DWD ist in der Südwesthälfte mit Sturmböen, auf Bergen auch mit Orkanböen zu rechnen. Es kann regnen, graupeln oder Schneeschauer geben - bei wechselnder bis starker Bewölkung. In den Mittelgebirgen werden 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee erwartet, in den Alpen oberhalb von 1200 Metern sogar ein halber bis ein Meter.

Am Donnerstag soll es besonders ungemütlich werden - dann soll sich Sturmtief "Friederike" voll auswirken. Der DWD etwa rechnet im Südwesten für das Bergland mit bis zu 120 Kilometer pro Stunde schnellen Orkanböen.

Die Deutsche Bahn warnte ihre Fahrgäste im Internet vor möglichen Einschränkungen im Südwesten wegen möglicher orkanartiger Stürme am Mittwoch und Donnerstag: "Aus Sicherheitsgründen behalten wir uns die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit unserer Züge und im Einzelfall auch die Einstellung des Bahnbetriebs vor."

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, die A623 befinde sich in Rheinland-Pfalz. Wir haben den Fehler korrigiert.

wit/dpa

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