Verschneite Straßen: Deutschland schlittert in den Winter

Der Winter ist da: Autofahrer rutschen über verschneite Straßen - es kam zu zahlreichen Unfällen. Für die kommenden Tage wird mit weiterem Schneefall gerechnet. Mit dem Chaos in Moskau sind die Verkehrsverhältnisse in Deutschland allerdings nicht zu vergleichen.

Moskau/Berlin - Deutschland bereitet sich auf das erste winterliche Wochenende vor - in Süddeutschland hat sich der Wetterumschwung dank Tief "Heike" schon in der Nacht zum Donnerstag bemerkbar gemacht. Am frühen Morgen sorgte Schneematsch auf den Straßen in Baden-Württemberg sowie Bayerisch-Schwaben für erhebliche Probleme im Straßenverkehr. Räumfahrzeuge rückten aus, um verschneite Straßen befahrbar zu machen. Zahlreiche Autofahrer mussten ihre Wagen von einer dicken Schneeschicht befreien.

Bei einem Unfall auf der Autobahn 7 bei Hopferau kam ein Autofahrer ums Leben. Der 38-Jährige kam von der mit Schneematsch bedeckten Fahrbahn ab, sein Auto überschlug sich mehrfach. Der im Fahrzeug eingeklemmte Fahrer starb am Unfallort. Zudem häuften sich in den Morgenstunden kleinere Unfälle. Allein in Bayerisch-Schwaben meldete die Polizei 25 witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Oftmals rutschten Fahrzeuge wegen des Schneematsches von der Fahrbahn oder drehten sich. Im angrenzenden östlichen Baden-Württemberg standen mehrere Lastwagen aufgrund des Schnees quer und behinderten den Verkehr.

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Schnee und Kälte: Chaos auf verschneiten Straßen
Die Behörden gaben für Sachsen und Thüringen Unwetterwarnungen heraus. Betroffen sind vor allem höhere Lagen im Mittelgebirge an der Grenze zu Tschechien. Auf dem Feldberg im Schwarzwald war die Schneedecke bereits 27 Zentimeter dick, in den Höhenlagen des Erzgebirges meldete der Deutsche Wetterdienst 15 Zentimeter. Für die kommenden Tage rechnet der Deutsche Wetterdienst bundesweit mit Schneefällen oberhalb von etwa 400 Höhenmetern. Von bis zu 20 Zentimetern Neuschnee ist die Rede. Begleitet wird der Wintereinbruch von böigem Wind - Schneeverwehungen sind dadurch wahrscheinlich. Im Flachland ist mit Dauerregen oder nassem Schnee zu rechnen.

Mehr als ein halber Meter Neuschnee in Moskau erwartet

Schon mitten im winterlichen Verkehrschaos steckt Moskau. Der schwerste November-Schneesturm seit einem halben Jahrhundert hat die russische Hauptstadt im Griff. Auf den Straßen bildeten sich kilometerlange Staus, rund 12.000 Räumfahrzeuge waren im Einsatz. "Seit mehr als 50 Jahren hat es so etwas in Moskau nicht mehr gegeben", sagte Vizebürgermeister Pjotr Birjukow. Insgesamt würden bis Freitag 55 Zentimeter Neuschnee erwartet. Auf den drei internationalen Moskauer Flughäfen kam es zu Verspätungen.

Allein in der Nacht zum Donnerstag sei etwa ein Drittel des sonst im gesamten November üblichen Niederschlags gefallen, teilte der Moskauer Wetterdienst mit. Tagsüber lagen die Temperaturen bei zwei bis vier Grad unter Null. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Der Schneesturm sollte den ganzen Tag andauern und dann in Eisregen übergehen.

ulz/dpa/dapd

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