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Wetterchaos: Schneesturm legt London lahm

Ein heftiger Blizzard sorgt für Chaos im Südwesten Englands: Es gibt massive Behinderungen auf den Straßen und im Flugverkehr. In London stehen die Busse still. Die Meteorologen sagen weitere Schneefälle voraus.

London - In der britischen Hauptstadt wurde am Morgen der Busverkehr vollkommen eingestellt, einige U-Bahn-Linien sind gesperrt oder unterbrochen. Auch Autobahnen wurden gesperrt. Die Bewohner machten sich zu Fuß oder mit dem Taxi auf den Weg zur Arbeit.

Aus dem Südosten Englands werden ebenfalls massive Behinderungen gemeldet: Züge konnten wegen der Schneemassen nicht fahren. Auch an den Flughäfen kam es zu massiven Behinderungen.

In Heathrow wurde eine Landebahn gesperrt. Passagiere sollten ihre Airlines kontaktieren, da mit Verspätungen und gestrichenen Flügen gerechnet werden müsse, teilte der Betreiber BAA mit. Der Londoner City Airport war am Morgen komplett gesperrt, weil die Landebahn erst geräumt werden musste. Der Flughafen Gatwick konnte nach einer Sperrung am Sonntagabend zwar wieder öffnen, jedoch wurde auch hier mit Störungen gerechnet.

Im Südosten des Landes sagten viele Schulen den Unterricht ab. Die Autobahnbehörde riet von nicht notwendigen Fahrten ab.

Über Nacht waren teilweise 15 Zentimeter Schnee gefallen. Meteorologen warnten vor dem heftigsten Schneefall seit sechs Jahren und rechnen mit bis zu 20 Zentimetern Neuschnee. Für London und den Südosten gaben die Behörden eine Wetterwarnung heraus. Dieser Winter war in Großbritannien bisher der kälteste seit 13 Jahren.

Auch in Paris störte Schnee den Flugverkehr sowie den morgendlichen Berufsverkehr. In der französischen Hauptstadtregion gab es nach Behördenangaben Dutzende Unfälle. An den Pariser Flughäfen Orly und Roissy-Charles de Gaulle verspäteten sich die Flüge um mindestens eine halbe Stunde. Auch die norditalienische Stadt Mailand lag am Montag unter einer mehrere Zentimeter dicken Schneeschicht, nachdem es die ganze Nacht hindurch geschneit hatte.

Am Sonntag hatte auch Spanien unter dem Wintereinbruch gelitten. In der Region Madrid wurden zwei Autobahnen zweitweise gesperrt. Auch schwere Stürme sorgten in Südeuropa für Chaos. In der südspanischen Hafenstadt Algeciras wurde der Fährverkehr nach Marokko am Sonntag wegen eines Sturms ausgesetzt.

In Italien starben bei schwerem Unwetter am Sonntag drei Menschen. Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Montag meldete, mussten zudem 500 Menschen aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden.

han/dpa/AFP

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Schnee in England: London in weiß


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