Wettermoderator Kachelmann erwirkt Verfügung gegen Ex-Freundin

Die Ex-Freundin von Jörg Kachelmann darf nicht länger behaupten, er habe sie "unter Einsatz eines Messers vergewaltigt" - das hat der Wettermoderator mit einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln erwirkt. Das Verbot gilt auch für die Zeitschrift "Bunte".

Wettermoderator Kachelmann in Zürich: Neue Projekte mit seiner Firma Meteomedia
REUTERS

Wettermoderator Kachelmann in Zürich: Neue Projekte mit seiner Firma Meteomedia


Köln - Ende Mai sprach das Landgericht Mannheim Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung frei, knapp zwei Wochen später wiederholte die Ex-Freundin des Wettermoderators ihren Vorwurf im Gespräch mit der Zeitschrift "Bunte". Nun hat Kachelmann eine einstweilige Verfügung gegen die 38-Jährige erwirkt: Sie darf nach dem Beschluss des Landgerichts Köln nicht mehr öffentlich behaupten, Kachelmann habe sie "unter Einsatz eines Messers vergewaltigt".

Das Landgericht Köln bestätigte am Mittwoch, dass sowohl gegen die Frau als auch gegen die "Bunte" einstweilige Verfügungen ergangen seien. Eine Sprecherin des Burda-Verlags sagte, es werde derzeit geprüft, ob die "Bunte" gegen den Beschluss des Landgerichts rechtlich vorgeht. Rechtsanwalt Thomas Franz, der Kachelmanns Ex-Freundin als Nebenklägerin vor Gericht vertreten hatte, wollte sich nicht äußern.

Die Mannheimer Richter hatten Kachelmann nach dem Grundsatz "in dubio pro reo", im Zweifel für den Angeklagten, freigesprochen.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Nebenklägerin legten gegen das Urteil Revision ein. Kachelmann hatte stets betont, er sei zu Unrecht beschuldigt worden. Nach dem Freispruch übte er in zwei ausführlichen Interviews scharfe Kritik an Staatsanwaltschaft und Medien. Zuletzt kündigte der Wettermoderator neue Projekte mit seinem Unternehmen Meteomedia an.

hut/dpa



insgesamt 41 Beiträge
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Christoph 27.07.2011
1. .
Ich weiß nicht, ob Kachelmann die Frau vergewaltigt hat oder nicht, aber nachdem er vom Gericht, wenn auch noch nicht rechtskräftig, freigesprochen wurde, erscheint mir völlig logisch, dass niemand öffentlich behaupten darf, er habe die Tat begangen. Da aber die Unschuld Kachelmanns genauso wenig bewiesen ist wie die Schuld, sollte auch niemand öffentlich behaupten dürfen, dass die Frau bzgl. der Haupttat gelogen hat. Meinungsäußerungen bzgl. Schuld oder Unschuld sollte selbstverständlich jeder abgeben dürfen, nur sollte dabei deutlich gemacht werden, dass es sich um Vermutungen handelt.
sagnix11 27.07.2011
2. schmierblatt und konsorten
es ist schon eine ekelhaftigkeit besonderer Güte wenn dieses Schmierblatt und auch die Zeugin diesen Mann weiter beschmutzen dürfen. Leider kann er nur auf Unterlassung klagen! Meines Erachtens müssten beide Beschmuterinnen eine Strafe zahlen.
Indigo76 27.07.2011
3.
Zitat von sysopDie Ex-Freundin von Jörg Kachelmann darf nicht länger behaupten, er habe sie "unter Einsatz eines Messers vergewaltigt" - das hat der Wettermoderator mit einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln erwirkt. Das Verbot gilt auch für die Zeitschrift "Bunte". http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,776956,00.html
Jetzt geht also die Schlammschlacht los.
mactor, 27.07.2011
4. Nur Konsequent.
Würde wohl jeder so machen. Wenn nach einem Gerichtsurteil die Gegenseite trotz Urteil noch immer den Tatvorwurf äußert hätte das doch jeder so gemacht.
crocodil 27.07.2011
5. Da
wird schon mehr darüber berichtet - seit Monaten - braucht er Publicity? Viel schlimmer ist doch der Tod der Jugendlichen in Norwegen. Aber wahrscheinlich erhofft sich die EX-Freundin ein nettes Geldpflaster.
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