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Geklauter Smart im Hafenbecken: Rostige Mupfel

In Wilhelmshaven hat es ein gestohlenes Auto zu spätem Ruhm gebracht: Sieben Jahre rostete der Smart im Hafenbecken vor sich hin. Nun konnte er - komplett mit Muscheln übersät - für einen guten Zweck verkauft werden.

Wilhelmshaven: Geklautes Muschelauto versteigert Fotos
DPA

Wilhelmshaven - Hübsch ist er nicht. Rostig, mit Muscheln überwuchert, innen wie außen in ziemlich desolatem Zustand. Doch der Smart, den Taucher unlängst im Hafenbecken von Wilhelmshaven entdeckten, hat auf seine letzten Tage noch ordentlich Fahrt aufgenommen.

Der Gastronom Andreas Jäger kam auf eine Idee: Warum sollte man nicht versuchen, das seltsame Meermobil für einen guten Zweck zu verkaufen? Sogenannte "Rattenautos" seien in der Tuning-Szene ohnehin der Trend - je gammeliger, desto besser. "Wer das hässlichste Auto hat, kann auf Motorschauen und Autotreffen Preise gewinnen", erklärt Jäger in der "Wilhelmshavener Zeitung".

Unter der Beschreibung "Sonderlackierung Muscheln und Rost" bot er also mit Freunden den Smart via Ebay zum Verkauf an. "Irgendeinen Verrückten gibt es immer", glaubte er. Und tatsächlich: Die "Karre" ging weg - für stolze 1131 Euro. "Es ist unfassbar geil. Wir haben höchstens mit 100 Euro gerechnet und sind von der Resonanz überrollt worden", sagte Jäger. "Am Ende waren wir bei 56 Geboten und 120.000 Klicks." Der Höchstbietende ist ein Mann aus Wilhelmshaven. Der Erlös geht an die Wilhelmshavener Tafel.

Ursprünglich war der Smart gestohlen und im Wilhelmshavener Hafenbecken versenkt worden. Sieben Jahre lag das Auto dort im Wasser. Ein Abschleppdienst hatte das Auto vor rund einem Monat geborgen, ursprünglich sollte es entsorgt werden.

ala

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