Schnee, Eis und Chaos Eisiges Wetter legt nordöstliche US-Staaten lahm

Über den Nordosten der USA fegt am Wochenende ein heftiger Sturm. Bewohner der betroffenen Gebiete werden zum Daheimbleiben aufgefordert - und Präsident Trump witzelt über den Klimawandel.


Reisende müssen sich an diesem Wochenende in Teilen der USA auf ein Verkehrschaos einstellen. Nach Angaben der US-Wetterbehörde wird am Sonntag ein Wintersturm mit viel Schnee, Eisregen und Gewittern vom mittleren Westen bis in den Nordosten des Landes ziehen.

Tausende Flüge fielen deshalb bereits am Samstag aus oder waren verspätet, wie lokale Medien berichteten. Für Sonntag wurden Berichten zufolge bereits 5000 Flüge abgesagt, allein am O'Hare-Airport in Chicago wurden 500 Flüge gestrichen.

In Chicago schlitterte eine aus Phoenix kommend Boeing 737 der Fluggesellschaft United Airlines von der Landebahn auf den schneebedeckten Rasen. Von den 129 Passagieren an Bord sei bei dem Unfall keiner verletzt worden, alle konnten mit Bussen bei der havarierten Maschine abgeholt und zum Terminalgebäude gebracht werden, berichtet der TV-Sender NBC Chicago.

Schnee auf dem Albany International Airport in New York
AP

Schnee auf dem Albany International Airport in New York

Auch Zugverbindungen sind von dem Wetter betroffen, viele Straßen sind von Schnee und Eis bedeckt. In Teilen der Region New England sollen laut dem Sender CBS am Sonntag rund 46 Zentimeter Neuschnee fallen.

Der "gute alte Klimawandel"

Einige Bundesstaaten riefen aufgrund der Wetterlage den Notstand aus, darunter auch New Jersey. Dessen Gouverneur, Phil Murphy, sagte der "New York Times": "Wenn es je ein Wochenende gibt, an dem man zuhause bleiben und einen Videomarathon machen sollte, dann ist es wohl dieses."

Auch Präsident Donald Trump hatte einen Rat für die Bürger parat: "Seid vorsichtig und bleibt zu Hause", twitterte der US-Präsident. Scherzhaft schrieb er weiterhin: "Es wäre nicht schlecht, jetzt ein bisschen von dem guten alten globalen Klimawandel zu haben." Trump bezweifelt den Einfluss des Menschen auf die weltweiten Klimaveränderungen.

Wegen des "Shutdowns" erhalten auch die Meteorologen der US-Wetterbehörde derzeit kein Gehalt. Ein Meteorologe sagte der "New York Times", einige seiner Kollegen mit kleinen Kindern oder einem neuen Haus hätten deswegen inzwischen finanzielle Probleme. "Es gibt so ein Gefühl, nicht geschätzt zu werden."

mak/dpa

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