Winterwetter: Schneesturm in Moskau, Tausende Briten ohne Strom

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REUTERS

Winter in Moskau: 70 Zentimeter Neuschnee in der russischen Hauptstadt

Schneesturm in Russland, von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer in der Ukraine: Der Winter hat weite Teile Europas noch immer im Griff. In Schottland und Nordirland sind Tausende ohne Strom.

Moskau/Kiew - Einer der heftigsten Schneestürme der vergangenen Jahrzehnte hat in Moskau getobt. Meteorologen maßen an diesem Montag mehr als 70 Zentimeter Neuschnee. Schon jetzt sei im März mehr als doppelt so viel Niederschlag gefallen wie im Durchschnitt, sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin der Agentur Interfax. Die extremen Schneemassen begruben viele Autos unter sich. Behörden warnten vor Fahrten auf den schwer passierbaren Straßen, auch wegen schlechter Sicht. Es bildeten sich kilometerlange Staus.

Weite Gebiete Zentralrusslands sind von dem Sturm betroffen. In der Stadt Kursk rund 500 Kilometer südlich von Moskau legten die Schneemengen das öffentliche Leben lahm. Die Einwohner wurden aufgefordert, bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

Die Schneemassen trafen auch die Ukraine. Die Behörden sprachen von einem Jahrhundertereignis. Über die Hauptstadt Kiew sei der schlimmste Schneesturm seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 hereingebrochen, sagt Nikolai Kulbida, Direktor des Hydrometeorologischen Instituts. Die Kiewer nutzten die Straßen und Hügel der Stadt für Ski-, Schlitten- und Snowboardfahrten. Soldaten räumten mit schwerem Gerät die Straßen. Tausende Tonnen Schnee wurden aus der Stadt geschafft. Die Stadtverwaltung will den Ausnahmezustand bis Ende der Woche verlängern.

Beamte bekamen frei, viele private Unternehmen schlossen außerplanmäßig. Mehr als hundert Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten, Dutzende Ortschaften ohne Strom. Die Behörden warnten, sobald der Schneefall aufhöre und das Tauwetter beginne, drohten Fluten und Überschwemmungen.

Aufräumarbeiten im nordirischen Carrickfergus: Eisige Temperaturen bis Karfreitag Zur Großansicht
Stephen Barnes/ Demotix

Aufräumarbeiten im nordirischen Carrickfergus: Eisige Temperaturen bis Karfreitag

In Großbritannien sind weiterhin Tausende Menschen ohne Strom. Am schlimmsten betroffen waren Schottland und Nordirland. Der Wetterdienst Met Office kündigte an, die eisigen Temperaturen blieben noch mindestens bis Karfreitag.

In Schottland sind noch 5000 Haushalte ohne Strom, weil Masten unter der Last von Schnee und Eis zusammengestürzt waren. Auf der Halbinsel Kintyre und der Insel Arran müssen Menschen seit vier Tagen ohne Elektrizität zurechtkommen. Die Behörden kündigten an, es könne noch bis Freitag dauern, bis die Leitungen wieder intakt seien.

hut/dpa/AP

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Früher oder später
obergelehrter 25.03.2013
muß uns die globale Erwärmung ja in den Kältetod treiben.
2. Die Erde wehrt sich ...
ericm4488 26.03.2013
gegen den Bazillus namens Mensch. Wenn das so weiter geht wird das ein sehr kurzer Sommer. Die Erde hatte schon immer Warm- und Kaltperioden vielleicht ist das die Antwort der Natur auf die von uns herbeigeführte Erderwärmung um sich selbst wieder runter zu regulieren.
3. Völliger Quatsch!
caligus 26.03.2013
Das nennt man WETTER und das hat bekanntermaßen mit KLIMA nichts zu tun. Lesen bildet!
4. Absoluter Quatsch!
lupenreinerdemokrat 26.03.2013
Zitat von caligusDas nennt man WETTER und das hat bekanntermaßen mit KLIMA nichts zu tun. Lesen bildet!
Richtig. Ebensowenig, wie ein heißer Sommer in der Ostukraine oder mal weniger Regen im Mittleren Westen der USA etwas mit Klima zu tun haben. Lesen bildet wirklich ;-)
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