Stromschienen-Unfall Dutzende aus Wuppertaler Schwebebahn gerettet

Die Wuppertaler Feuerwehr hat mehr als 70 Menschen aus einem steckengebliebenen Waggon der Schwebebahn gerettet. Nach Angaben der Stadtwerke war eine Stromschiene auf die Bundesstraße 7 gefallen. Augenzeugen berichten: Fahrgäste seien kollabiert.

DPA

Wuppertal - Wegen eines Defekts im Stromschienennetz ist die Wuppertaler Schwebebahn ausgefallen. 76 Menschen saßen am Donnerstagabend in einem Wagen fest, teilte eine Sprecher der Wuppertaler Stadtwerke mit. Die Feuerwehr befreite die Fahrgäste mit Hilfe von Drehleitern.

Demnach löste sich ein etwa hundert Meter langes Stück Stromschiene und fiel auf die darunter liegende Bundesstraße 7. Mehrere Autos seien beschädigt worden. Eine Frau, deren Auto getroffen wurde, erlitt einen Schock, blieb aber ansonsten unverletzt. Auch von den Fahrgästen kam den Stadtwerken zufolge niemand zu Schaden.

Augenzeugen berichteten der "Rheinische Post" jedoch von panischen Szenen in dem steckengebliebenen Waggon. Demnach habe sich unter den Fahrgästen das Gerücht verbreitet, dass ein Schienenstück herausgebrochen sei. Die Leute hätten Angst gehabt, der Wagen könne abstürzen. Mehrere Menschen seien angeblich kollabiert.

Erst Anfang kommender Woche könne die Schwebebahn wieder fahren, sagte der Stadtwerke-Sprecher. Warum die Stromschiene auf die Straße gefallen ist, sei noch nicht geklärt.

Die Schwebebahn verläuft auf einer Höhe zwischen acht und zwölf Metern durch die bergische Stadt, sie ist seit 1901 im Einsatz. Täglich nutzen Zehntausende Menschen das Verkehrsmittel. Bislang hat es nur einen schweren Unfall mit der Schwebebahn gegeben. 1999 war ein Wagen aus der Führungsschiene gesprungen und in die Wupper gestürzt. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben.

gam/dpa



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