Yosemite-Nationalpark Kletterer stürzen am El Capitan in den Tod

Zwei Kletterer sind im Yosemite-Nationalpark im US-Bundestaat Kalifornien tödlich verunglückt. Sie stürzten beim Speed-Climbing am Felsen El Capitan.

Felswand El Capitan im Yosemite-Nationalpark
REUTERS

Felswand El Capitan im Yosemite-Nationalpark


Der 914 Meter hohe Felsen El Capitan gilt als Wahrzeichen des Yosemite-Nationalparks im Norden Kaliforniens und ist vor allem bei Freikletterern sehr beliebt.

Am Samstag waren der 48-jährige Jason Wells aus Colorado und der vier Jahre jüngere Tim Klein aus Kalifornien auf der sogenannten Freeblast-Route unterwegs, als sie tödlich verunglückten. Wie das "Climbing Magazine" berichtet, sollen die beiden aneinandergeleint in die Tiefe gestürzt sein.

Beide Männer galten als erfahrene Kletterer, die El Capitan bereits viele Male bestiegen hatten. Bei ihrem letzten Aufstieg sollen sie versucht haben, einen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen.

Das sogenannte Speed-Climbing hat an Popularität gewonnen, auch im Yosemite-Park. Erst vor wenigen Tagen hatten die Kletterer Alex Honnold und Tommy Caldwell einen neuen Rekord aufgestellt. Sie bewältigten die "Nose"-Route am El Capitan in zwei Stunden und zehn Minuten - selbst erfahrene Kletterer benötigen für die etwa 1000 Meter mehrere Tage.

Immer wieder kommt es an den steilen Felswänden zu Unfällen. Erst im vergangenen September war ein Brite während einer Klettertour am El Capitan zu Tode gekommen. Seine Frau wurde schwer verletzt, als sich Geröll von der Felswand löste und auf den Wanderweg herabfiel.

Jedes Jahr ereignen sich im Yosemite-Park mehr als hundert Unfälle, der Parkverwaltung zufolge starben allein in den Jahren 1970 bis 1990 51 Kletterer.

ala



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