Yosemite-Nationalpark: Waldbrand erreicht historische Ausmaße

Waldbrand in Kalifornien: Rauch über dem Yosemite-Nationalpark Fotos
AP/U.S. Forest Service

Mehr als 900 Quadratkilometer sind verbrannt, noch immer sind weite Teile des Feuers außer Kontrolle: Der Waldbrand am Yosemite-Nationalpark ist einer der größten in Kaliforniens Geschichte. 5000 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen - doch die breiten sich weiter aus.

Sacramento - Der Geländebrand nahe dem Yosemite-Park ist nach Angaben der Behörden inzwischen das viertgrößte Feuer in der Geschichte Kaliforniens. Insgesamt sind fast 5000 Einsatzkräfte vor Ort, darunter Feuerwehrleute aus ganz Kalifornien und 700 speziell geschulte Häftlinge.

Trotz ihres Einsatzes fielen bis Sonntag mehr als 900 Quadratkilometer Wald- und Buschgebiet den Flammen zum Opfer, darunter auch ein größerer Bereich des Naturparks. Die Kosten der Brandbekämpfung belaufen sich bereits auf mehr als 60 Millionen Dollar.

Die Behörden bekommen die Flammen weiter nur langsam in den Griff. Die Feuerwehr brachte nach eigenen Angaben 40 Prozent des Brandes unter Kontrolle. Doch immer noch breiteten sich die Flammen weiter aus. Der größte Teil des betroffenen Gebietes liegt im Stanislaus National Forest, der an den Westen des Nationalparks grenzt. Allerdings haben die Flammen auch schon etwa sechs Prozent der Parkfläche verwüstet.

Der Brand gefährdet auch mehrere der weltberühmten Mammutbäume im Park. "Wir arbeiten hart, um sie zu beschützen", sagte eine Feuerwehrsprecherin. Man habe Brandschneisen vorbereitet und kontrolliert kleine Gebiete abgebrannt, um zu verhindern, dass das Unterholz Feuer fange und die Flammen zu den Bäumen bringe.

Die Brandursache ist unklar. Allerdings soll ein Feuerwehrmann bei einer Stadtversammlung im Ort Twain Harte gesagt haben, das Feuer habe möglicherweise in einer illegalen Marihuanaplantage seinen Ursprung genommen.

Das Yosemite Valley, der zentrale Anlaufpunkt für Touristen, ist von den Flammen noch nicht betroffen. Es mussten keine weiteren Straßen geschlossen oder neue Brandschneisen vorbereitet werden. Doch warnten die Behörden vor der Rauchentwicklung im Herzen des Parks. Jährlich besuchen rund vier Millionen Menschen den Nationalpark, die meisten zwischen Juni und August. Wegen des Brandes ist die Zahl der Touristen im vergangenen Monat allerdings gesunken.

ulz/Reuters/AFP

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