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20.02.2007
 

Nach 40 Jahren

Neuer Amateurfilm zeigt JFK kurz vor Todesschüssen

Nach mehr als 40 Jahren ist ein bislang unveröffentlichter Privatfilm vom Mord an John F. Kennedy ans Tageslicht gekommen. Die Aufnahmen sollen erstaunlich nahe Ansichten auf den damaligen Präsidenten und seine Frau geben - und alte Verschwörungstheorien neu anfachen.

Dallas - Die Filmaufnahmen zeigen den US-Präsidenten und seine Ehefrau Jacqueline am 22. November 1963 weniger als 90 Sekunden vor dem Attentat. Auf dem etwa 40 Sekunden langen, farbigen Stummfilm des Hobbyfilmers George Jefferies ist zunächst eine wartende Menschenmenge zu sehen.

Als die Präsidentenkolonne an der Kamera vorbeifährt, sieht man die damalige First Lady in ungewöhnlicher Schärfe, wie sie strahlt und den Schaulustigen zuwinkt. Neben ihr im Wagen sitzt Kennedy. Für einen kurzen Augenblick ist dabei zu erkennen, wie der Anzug des Präsidenten im Nacken eine große Falte wirft. Ein Detail, das Verschwörungstheoretiker beschäftigen wird.

Sie sahen es bisher als einen der möglichen Belege für ein vom CIA gesteuertes Komplott, dass die Positionen der Einschusslöcher auf der Jacke und auf JFKs Körper nicht übereinstimmten. Nun könnte der Film, auf dem Kennedys Anzug hoch im Nacken sitzt, einen Erklärungsansatz dafür geben - oder erst recht neue Verschwörungs-Varianten erzeugen.

"Ich habe den Film bereits auf einer Verschwörungsseite im Internet gesehen", sagte Kurator Gary Mack vom Sixth Floor Museum in Dallas, dem Jefferies und sein Schwiegersohn Wayne Graham den Film stifteten. Genau das Detail der Einschusslöcher hatten Verschwörungstheoretiker in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zum Anlass genommen, um die offizielle Version von nur einem Attentäter in Frage zu stellen und ein Komplott mit mehreren Todesschützen hinter dem Anschlag zu vermuten.

Kennedy wurde am 22. November 1963 erschossen. Als Täter wurde Lee Harvey Oswald identifiziert, der kurz darauf ebenfalls erschossen wurde. Bis heute halten sich Gerüchte, Kennedy sei Opfer einer Verschwörung von entweder dunklen Mächten in Washington oder dem Militär in Verbindung mit der Rüstungsindustrie.

Auch die Mafia oder das kommunistische Kuba könnten nach Ansicht von Verschwörungstheoretikern hinter dem Attentat stecken.

jjc/Reuters

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