Wie wurden die beiden Chefplaner Ramzi Binalshibh und Chalid Scheich Mohammed gefangen?

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Die bisher detailliertesten Darstellungen finden sich bei Ron Suskind, der bei seinen Buch-Recherchen offenbar von hochrangigen CIA-Leuten unterstützt wurde, darunter dem ehemaligen Geheimdienstchef George Tenet.

Binalshibh-Festnahme in Pakistan
REUTERS

Binalshibh-Festnahme in Pakistan

Mohammeds Versteck nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wurde demnach von einem Qaida-Mann verraten, der sich Ende Februar bei der US-Botschaft in Islamabad meldete. Nicht die 25 Millionen Dollar Belohnung, die neue Identität oder der Wohnsitz in den USA hätten ihn zum Verrat bewogen, behauptete er bei einem Treffen mit Tenet: "Ich will, dass meine Kinder ohne diese Verrückten aufwachsen, die unsere Religion zerstören und Unschuldige ermorden." Dann soll er Tenet gefragt haben, ob Präsident Bush wisse, was er getan habe. "Ich habe es ihm gesagt", soll der CIA-Chef geantwortet haben. Binalshibh wurde laut Suskind sein Treffen mit dem Dschasira-Reporter Jusri Fuda zum Verhängnis. Nicht Fuda, sondern der Emir von Katar, dessen Familie den Sender zum Teil finanziert, soll die CIA über Details des Treffens unterrichtet haben, ein "unglaubliches Geschenk" (Tenet).

Tenet hatte dem Emir zugesagt, mit der Festnahme Binalshibhs zu warten, bis al-Dschasira das Interview ausgestrahlt habe. Der Emir war bereit, den Eindruck in Kauf zu nehmen, dass die Sendung die CIA auf die Spur führte. Keinesfalls aber sollte herauskommen, dass er mit Redaktionsinterna die Festnahme erst ermöglicht hatte.

Weiter: Wie wurden Binalshibh und Mohammed zum Sprechen gebracht?

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