Zoo auf Teneriffa Tierarzt streckt Mann in Gorilla-Kostüm mit Narkoseschuss nieder

Ein Tierarzt soll einen als Gorilla verkleideten Zoo-Mitarbeiter auf Teneriffa mit einem Narkosepfeil getroffen und schwer verletzt haben. Er hatte den Mann offenbar für einen getürmten Affen gehalten.

Der Loro Parque im Norden Teneriffas: Übung mit Affenkostüm
DPA

Der Loro Parque im Norden Teneriffas: Übung mit Affenkostüm


Hamburg - Im Zoo Loro Parque auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa ist ein als Gorilla verkleideter Mitarbeiter schwer verletzt worden. Das berichtet die Zeitung "La Opinión de Tenerife" unter Berufung auf die örtliche Polizei. Demnach wurde der 35-Jährige von einem Park-Tierarzt mit einem Pfeil aus einer Betäubungspistole niedergestreckt. Zuvor war bei der Polizei die Meldung eingegangen, ein Gorilla sei ausgebrochen.

Der Mitarbeiter des Parks soll das Kostüm für eine Übung getragen haben. Dabei sollte offenbar simuliert werden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, wenn ein Tier aus seinem Gehege entkommt.

Der Tierarzt, der erst seit zwei Monaten in dem Park arbeitet, wusste jedoch offenbar nichts von dieser Übung - und hielt den kostümierten Mitarbeiter für einen echten Gorilla. Er feuerte auf das vermeintliche Tier - laut "La Opinión de Tenerife" mit einer Narkosedosis, die für einen 200 Kilogramm schweren Gorilla ausgelegt war. Das Opfer wurde am Bein getroffen und ging zu Boden. Im Krankenhaus konnten Ärzte den Zustand des Mannes stabilisieren.

Die Polizei beschlagnahmte die Pistole und das Betäubungsmittel. Die Staatsanwaltschaft stufte den Vorfall vorläufig als Arbeitsunfall ein.

wit/aar

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