Giraffe in dänischem Zoo Zweiter Marius wird nicht geschlachtet

Entwarnung für eine Giraffe im dänischen Jyllands Park Zoo: Der siebenjährige Marius werde nicht geschlachtet, teilte der Tierpark mit. Die Rettung ist, dass auf absehbare Zeit kein Giraffenweibchen in den Zoo kommt.


Kopenhagen - Nach Protesten um die Schlachtung des Giraffenjungen Marius im Kopenhagener Zoo hat ein anderer dänischer Tierpark klargestellt, keine Giraffe töten zu wollen. Dabei geht es um ein siebenjähriges Tier, das zufällig auch Marius heißt.

Mehrere Medien, darunter auch SPIEGEL ONLINE, hatten berichtet, der Jyllands Park Zoo bei Videbæk in Jütland erwäge, das sieben Jahre alte Tier zu schlachten. Entsprechende Berichte seien von der Möglichkeit ausgegangen, der Zoo könne innerhalb des Europäischen Programms für gefährdete Arten (EEP) ein Weibchen bekommen, sagte der Zoologe Jesper Møhring-Jensen.

Pflegerin Janni Løjtved Poulsen hatte in diesem Zusammenhang erklärt, dass dann Marius als älterer von zwei Giraffenbullen verlegt werden müsse, um einen Kampf um das Weibchen zu vermeiden. Sollte eine Verlegung nicht möglich sein, käme auch eine Tötung in Betracht.

Nun teilte der Jyllands Park Zoo mit, die Europäische Zoo- und Aquarienvereinigung EAZA habe angekündigt, der dänische Tierpark werde auf absehbare Zeit kein Giraffenweibchen bekommen. Deshalb werde man selbstverständlich beide Giraffenbullen behalten. "Es gibt keinen Plan, eine unserer Giraffen zu töten, es hat ihn auch nie gegeben", heißt es in einer Mitteilung des Zoos. Die Medienberichte hätten lediglich auf einer hypothetischen Situation basiert.

wit/dpa



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insgesamt 14 Beiträge
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bluebill 14.02.2014
1. Schon mal von Kastration gehört?
Wenn sich Tiere nicht vermehren sollen, kann man das mit einem relativ einfachen Eingriff sicherstellen. Klappt bei Millionen von Haustieren. (Und darüber hinaus sogar bei Menschen, die sich nicht vermehren wollen.) Sofern der Mensch sich schon das Recht nimmt, Tiere "zu halten" und über ihr Leben zu bestimmen, sollte er das auch unter ethischen Aspekten tun und nicht nur unter wirtschaftlichen.
THINK 14.02.2014
2.
Zitat von sysopAFPEntwarnung für eine Giraffe im dänischen Jyllands Park Zoo: Der siebenjährige Marius werde nicht geschlachtet, teilte der Tierpark mit. Die Rettung ist, dass auf absehbare Zeit kein Giraffenweibchen in den Zoo kommt. http://www.spiegel.de/panorama/zoo-in-daenemark-stellt-klar-keine-giraffenschlachtung-a-953561.html
Im Interesse aller Carnivoren ist es sinnvoll, aus Marius Löwenfutter zu machen. So!
taglöhner 14.02.2014
3.
Zitat von sysopAFPEntwarnung für eine Giraffe im dänischen Jyllands Park Zoo: Der siebenjährige Marius werde nicht geschlachtet, teilte der Tierpark mit. Die Rettung ist, dass auf absehbare Zeit kein Giraffenweibchen in den Zoo kommt. http://www.spiegel.de/panorama/zoo-in-daenemark-stellt-klar-keine-giraffenschlachtung-a-953561.html
Was kaum jemand beachtet ist, dass auch bei der Produktion von Tierfutter und dessen Lagerung empfindsame, intelligente Tiere getötet werden.
gogo-mani 14.02.2014
4. Hypothetisch ?
Kann es sein, dass der englische Guardian aus hypothetisch eine Tatsache gemacht hat? Anschließend scheint ja einer vom Anderen abgeschrieben zu haben. Das hätte ich vom Spiegel nicht erwartet.
nur_gespiegelt 14.02.2014
5. Noch ´ne Entwarnung:
... ich werde auch nicht geschlachtet ...
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