Zoo in Argentinien Endlich frei

Ein Zoo in Buenos Aires schließt - nun öffnen sich in den Gehegen die Käfigtüren: Hunderte Tiere werden in die Freiheit entlassen.

AP

Zuerst sind die Raubvögel an der Reihe, Eulen und Chimangos. Für sie geht es in den Süden an den Rio de la Plata. Dann sind irgendwann Pupi und Kuki dran, zwei Elefanten. Vielleicht wird sie auch Elefantendame Maria begleiten, die aus einem Zirkus befreit wurde, wo sie misshandelt worden war.

In Palermo, einem Stadtteil der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, schließt die Stadt ihren 140 Jahre alten Zoo. Auf dem Gelände soll ein Park entstehen, in dem nur ein Teil der insgesamt 1500 Tiere weiterhin leben soll, unter besseren Bedingungen als bisher. Hunderte Tiere kommen frei - Lamas zum Beispiel, Nilpferde, Löwen, ein Zebra und ein Baby-Äffchen.

Flügel strecken

Dazu sind zunächst Vorbereitungen nötig. Die Vögel werden zum Beispiel in größere Gehege gebracht. Dort können sie ihre Flügel strecken und stärken, damit sie ihr neues Leben genießen können.

Einige Tiere sollen in Reservate in Argentinien und anderen Ländern ausgewildert werden. Für wen das gilt, prüfen Veterinäre. Einige Tiere werden in ihren Gehegen bleiben müssen, weil sie zu alt oder krank sind: ein greiser Ameisenbär zum Beispiel oder Sandra, die Orang-Utan-Dame.

Der Zoo, der im Jahr 1875 im damals außerhalb gelegenen Palermo eröffnet wurde, war viele Jahre eine Attraktion der argentinischen Hauptstadt. Der Romanautor Jorge Luis Borges verbrachte hier als Junge viel Zeit bei den Tieren.

Heute ist das Gelände umgeben von einer lärmenden Nachbarschaft, hupende Busse fahren nur wenige Meter von dem Giraffenkäfig entfernt vorbei. Viele Gehege gelten nach heutigen Standards als Tierquälerei.

cnn/AP

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