Ermittlungen nach Zugunfall: Drei Frauen stürzen aus IC in Hamburg
Der Zug stand still, einige Türen ließen sich bereits öffnen - doch dann fuhr er noch einmal los: Drei Frauen sind in Hamburg aus einem rollenden Intercity gestürzt und verletzt worden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Hamburg - Drei Menschen sind am Sonntagabend aus einem Intercity im Bahnhof Hamburg-Harburg gestürzt und dabei leicht verletzt worden. Die drei Frauen im Alter von 55, 61 und 74 Jahren erlitten Prellungen und Schürfwunden. Die älteste von ihnen musste wegen des Verdachts auf einen Schock in ein Krankenhaus gebracht werden. Nun hat die Bundespolizei Ermittlungen aufgenommen.
Die Unfallursache sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war der Zug, der von Stralsund nach Nürnberg unterwegs war, in den Bahnhof Harburg auf Gleis fünf eingefahren und hatte dort gehalten. Weil einige der Wagen noch nicht am Bahnsteig standen, fuhr der Fahrer wieder an, um etwa drei Waggonlängen vorzurücken. Aus noch ungeklärter Ursache konnten die Reisenden in einem Wagen einige Türen bereits öffnen. Dabei stürzten die Frauen aus dem IC 1989.
Der Zug wurde daraufhin geräumt und der Fahrer abgelöst. Polizisten stellten den gesamten Intercity, relevante technische Einrichtungen sowie schriftliche Unterlagen sicher. Die Passagiere mussten ihre Reise Richtung Süden mit anderen Zügen fortsetzen.
aar/dpa/dapd
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