Ermittlungen nach Zugunfall: Drei Frauen stürzen aus IC in Hamburg

Der Zug stand still, einige Türen ließen sich bereits öffnen - doch dann fuhr er noch einmal los: Drei Frauen sind in Hamburg aus einem rollenden Intercity gestürzt und verletzt worden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Hamburg - Drei Menschen sind am Sonntagabend aus einem Intercity im Bahnhof Hamburg-Harburg gestürzt und dabei leicht verletzt worden. Die drei Frauen im Alter von 55, 61 und 74 Jahren erlitten Prellungen und Schürfwunden. Die älteste von ihnen musste wegen des Verdachts auf einen Schock in ein Krankenhaus gebracht werden. Nun hat die Bundespolizei Ermittlungen aufgenommen.

Die Unfallursache sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war der Zug, der von Stralsund nach Nürnberg unterwegs war, in den Bahnhof Harburg auf Gleis fünf eingefahren und hatte dort gehalten. Weil einige der Wagen noch nicht am Bahnsteig standen, fuhr der Fahrer wieder an, um etwa drei Waggonlängen vorzurücken. Aus noch ungeklärter Ursache konnten die Reisenden in einem Wagen einige Türen bereits öffnen. Dabei stürzten die Frauen aus dem IC 1989.

Der Zug wurde daraufhin geräumt und der Fahrer abgelöst. Polizisten stellten den gesamten Intercity, relevante technische Einrichtungen sowie schriftliche Unterlagen sicher. Die Passagiere mussten ihre Reise Richtung Süden mit anderen Zügen fortsetzen.

aar/dpa/dapd

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1. optional
Merkelfan 13.08.2012
Typisch! Das passiert mir regelmässig, leider ist man darauf angewiesen- Die Türöffnungsmechanik sollte man als intelligenter Zugführer eigentlich schon bedienen können...
2. Diese ICs sind so alt...
.void 13.08.2012
...da wundert mich das nicht. Wenn die Türen mal nach gefühlten 10 Minuten entriegelt werden, braucht man bei manchen Waggons aus den 60ern erhebliche Kraft um die Türen überhaupt auf zu bekommen. Und selbst die "neueren" Waggons stammen vermutlich aus den 70ern. Höchste Zeit, dass diese Zumutungen ins Museum kommen.
3. Zug gekoppelt
Apologet 13.08.2012
Bei mir wurden mal zwei Zugteile gekoppelt, dabei waren bei einem die Türen schon geöffnet, die Passagiere stiegen ein und aus. Es ist nur nichts passiert, weil sie sich in Acht nahmen.
4. So einfach ist es nicht,
Tharsonius 13.08.2012
es gibt Wagen mit einer automatischen Türfreigabe wenn die Geschwindigkeit unter 5km/h fällt (was vom Eisenbahnbundesamt abgenommen ist). Oder die zweite Möglichkeit ist die alleinige Türfreigabe durch den Triebfahrzeugführer. In beiden Fällen hätte der TF (Triebfahrzeugführer) aber stehenbleiben müssen, auch wenn er zu früh zum Stillstand kam. Wenn nun Wagen über das Bahnsteigende hinausgeragt hätten, wären das Zug und Bahnsteigpersonal gefragt gewesen um den Passagieren entweder über den Schotter behilflich zu sein oder diese durch den Zug bis zum Bahnsteig leiten müssen. Ein "Vorziehen" des Zuges hätte nur mit ordnungsgemäßem Schließen der Türen und Verriegeln stattfinden dürfen. Btw die Bahn hat in den letzten Jahren viele Triebfahrzeugführer mit Crashkursen ausgebildet. Zeigt sich das in diesem Vorfall wiedermal?
5. Stimmt
taggert 13.08.2012
Zitat von .voidWenn die Türen mal nach gefühlten 10 Minuten entriegelt werden, braucht man bei manchen Waggons aus den 60ern erhebliche Kraft um die Türen überhaupt auf zu bekommen.
Das stimmt allerdings! Wundert mich auch, das gerade bei den Schwer fälligen Türen bis heute nichts geändert wurde. Ich habe da ebenfalls - gut bisher nur ein mal - erlebt das eine ältere Dame sogar Probleme hatte, die Türen ohne Hilfe noch alleine aufzubekommen. Stellt Sich die Frage was die alten und gebrechlichen Menschen machen sollen, wenn gerade mal keine anderen Mitreisenden da sind um die Tür für Sie zu öffnen... Weiterfahren? Notbremse? ...
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  • Montag, 13.08.2012 – 10:34 Uhr
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