Schweiz: Mindestens 17 Verletzte bei Zusammenstoß zweier Züge

Das Unglück ereignete sich rund 250 Meter vom Bahnhof der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall entfernt: Bei der Kollision zweier Personenzüge in der Schweiz sind nahe der deutschen Grenze mindestens 17 Menschen verletzt worden. Ursache war laut Polizei vermutlich ein missglücktes Überholmanöver.

Neuhausen am Rheinfall: Zwei Züge im Schweizer Kanton Schaffhausen kollidiert Zur Großansicht
REUTERS

Neuhausen am Rheinfall: Zwei Züge im Schweizer Kanton Schaffhausen kollidiert

Neuhausen am Rheinfall - Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge in der Schweiz sind nach Angaben der Polizei mindestens 17 Menschen verletzt worden. Neun Passagiere seien ins Krankenhaus gebracht, die übrigen an der Unfallstelle behandelt worden, hieß es. "Es gibt keine schwer oder lebensgefährlich Verletzten", sagte Polizeisprecher Patrick Caprez.

Die beiden Züge kollidierten den Angaben zufolge am Morgen kurz vor dem Bahnhof der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall im Kanton Schaffhausen an einer Weiche. Ein Doppelstockzug habe auf ein paralleles Gleis wechseln wollen, um einen zweiten Zug zu überholen, sagte Caprez. "Der andere Zug war aber zu lang." Daher sei die Lokomotive des Doppelstockzugs entgleist. Auch der zweite Zug könne nicht mehr fahren. Der Schweizer Bahn zufolge hatten sich die beiden Züge gegen 7.30 Uhr rund 250 Meter vor dem Bahnhof seitlich gestreift.

Der Doppelstockzug war den Angaben zufolge fahrplanmäßig um 7.31 Uhr in Schaffhausen abgefahren und hätte um 7.34 Uhr in Neuhausen in Richtung Winterthur weiterfahren sollen. Der aus Richtung Winterthur kommende Zug hatte laut Fahrplan in Neuhausen die gleiche Abfahrtszeit wie der Doppelstockzug.

Insgesamt 220 Rettungskräfte wurden an den Unglücksort geschickt, alle Passagiere konnten innerhalb von zwei Stunden aus den Zügen befreit werden, wie die Polizei mitteilte. An den Rettungsarbeiten beteiligten sich demnach auch mehrere Krankenwagen aus Deutschland.

Die Polizei stoppte den Bahnverkehr in Neuhausen. Züge nach Deutschland wurden umgeleitet. Zudem waren Ersatzbusse im Einsatz.

wit/AFP/dpa

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