Zugunglück in Mannheim Schaden für die Deutsche Bahn ist mindestens sechsstellig

Der Zusammenstoß zweier Züge am Mannheimer Hauptbahnhof wird teuer für die Deutsche Bahn. Sie rechnet mit einem Schaden von mehreren Hunderttausend Euro - und möchte das Geld vom Schuldigen eintreiben.

Luftaufnahme vom Mannheimer Hauptbahnhof: Ein Güterzug hatte einen Eurocity gerammt
DPA

Luftaufnahme vom Mannheimer Hauptbahnhof: Ein Güterzug hatte einen Eurocity gerammt


Mannheim - Das Zugunglück von Mannheim kostet die Deutsche Bahn nach eigener Einschätzung mindestens einen hohen sechsstelligen Betrag, also mehrere Hunderttausend Euro. Genauer werde es das Unternehmen wohl erst in einigen Wochen wissen, sagte ein Bahnsprecher. Beschädigt worden seien unter anderem Personenwagen, Weichen, Gleise sowie Leit- und Sicherungstechnik. "Derjenige, der sich etwas hat zuschulden kommen lassen, muss für den Schaden aufkommen." Wer das sei, müssten die Ermittlungen zeigen.

Ein niederländischer Güterzug hatte am Freitag vor knapp zwei Wochen einen Eurocity mit 250 Passagieren gerammt, zwei Waggons mit 110 Menschen kippten um. Der Güterzug hatte auch gefährliche Chemikalien geladen. Bei dem Unfall wurden 35 Menschen verletzt, vier davon schwer.

Der Verdacht der Staatsanwaltschaft richtet sich gegen den Lokführer des Güterzugs. Der Mann soll mehrere Haltesignale missachtet haben. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hatte von dem niederländischen Unternehmen ERS Railways gefordert, bis zu diesem Freitag die Qualifikationen des Lokführers offenzulegen. "Bis jetzt haben wir noch nichts gehört", sagte ein Gewerkschaftssprecher.

vet/dpa



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Seite 1
hermannheester 15.08.2014
1. Jeder Unfall ist einer zuviel
Zitat von sysopDPADer Zusammenstoß zweier Züge am Mannheimer Hauptbahnhof wird teuer für die Deutsche Bahn. Sie rechnet mit einem Schaden von mehreren hunderttausend Euro - und möchte das Geld vom Schuldigen eintreiben. http://www.spiegel.de/panorama/zugunglueck-in-mannheim-finanzieller-schaden-fuer-deutsche-bahn-a-986336.html
Wenn die Bahn mal einen Unfall meldet, an dem ein anderer, als die DB selbst das Veschulden trifft, so ist das gleich ein Grund, sich selbst freizukaufen und dem anderen am Zeug zu flicken? Eschede war für die Bahn eine Katastrophe. Schuld waren die Radringe, die man selbst vergessen hatte zu erneuern. Die vielen Toten aber wurden kurzgehalten und Angehörige gelegentlich sogar beschimpft. Nun ist die Bahn "auf der starken Seite" und meint, weil sie mal selbst nicht den schwarzen Peter behalten sollte, nun dem anderen am Zeuge flicken zu müssen? Irgendwie fragwürdig. Wie kommt es, dass ein Zug, der gleich mehrere Haltesignale (der DB) nicht beachtet haben soll, immer noch ungehindert und ungebremst auf andere Züge überhaupt auffahren KANN? Sollte hier die moderne DB nicht bereit und in der Lage sein SELBST zu reagieren und den Zug zum Stehen zu bringen?
dennis.sauer.9 15.08.2014
2. Unfassbar!
Zitat von hermannheesterWenn die Bahn mal einen Unfall meldet, an dem ein anderer, als die DB selbst das Veschulden trifft, so ist das gleich ein Grund, sich selbst freizukaufen und dem anderen am Zeug zu flicken? Eschede war für die Bahn eine Katastrophe. Schuld waren die Radringe, die man selbst vergessen hatte zu erneuern. Die vielen Toten aber wurden kurzgehalten und Angehörige gelegentlich sogar beschimpft. Nun ist die Bahn "auf der starken Seite" und meint, weil sie mal selbst nicht den schwarzen Peter behalten sollte, nun dem anderen am Zeuge flicken zu müssen? Irgendwie fragwürdig. Wie kommt es, dass ein Zug, der gleich mehrere Haltesignale (der DB) nicht beachtet haben soll, immer noch ungehindert und ungebremst auf andere Züge überhaupt auffahren KANN? Sollte hier die moderne DB nicht bereit und in der Lage sein SELBST zu reagieren und den Zug zum Stehen zu bringen?
Und da haben wir wieder eins unser größten Probleme in Deutschland. Irgendjemand, der keine Ahnung von der Materie hat, meint aber seinen Senf dazugeben zu müssen und findet sich im Recht! Schonmal darüber nachgedacht das die, ach so böse DB die Grundvoraussetzungen im Netz schafft aber der ausländische Güterzug mit dem Gegenstück der Sicherungstechnik nicht ausgestattet sein könnte? Mit was soll der Zug denn gebremst werden, wenn entsprechende Dinge beim Zug nicht da sind?
wupdidu 16.08.2014
3. Flankenschutz
sollten die Weichen neben einer Fahrtrasse nicht so stehen, dass ein Zug gar nicht ausversehen in diese einfahren kann?
nick999 16.08.2014
4.
Zitat von hermannheesterWenn die Bahn mal einen Unfall meldet, an dem ein anderer, als die DB selbst das Veschulden trifft, so ist das gleich ein Grund, sich selbst freizukaufen und dem anderen am Zeug zu flicken? Eschede war für die Bahn eine Katastrophe. Schuld waren die Radringe, die man selbst vergessen hatte zu erneuern. Die vielen Toten aber wurden kurzgehalten und Angehörige gelegentlich sogar beschimpft. Nun ist die Bahn "auf der starken Seite" und meint, weil sie mal selbst nicht den schwarzen Peter behalten sollte, nun dem anderen am Zeuge flicken zu müssen? Irgendwie fragwürdig. Wie kommt es, dass ein Zug, der gleich mehrere Haltesignale (der DB) nicht beachtet haben soll, immer noch ungehindert und ungebremst auf andere Züge überhaupt auffahren KANN? Sollte hier die moderne DB nicht bereit und in der Lage sein SELBST zu reagieren und den Zug zum Stehen zu bringen?
Bitte besser recherchieren! Er fuhr nicht auf, er "grätschte" seitwärts ein, das ist schon auf den Bildern zu erkennen. In mindestens eine Quelle stand, das es zwar eine Vollbremsung gab, aber der Fahrer die Bremsung außer Kraft gesetzt hat und neu anfuhr. Jede Notbremsung läßt sich manuell aufheben, sonst wäre das Gleis auf ewig gesperrt, auf dem mal ein Lokführer eingeschlafen ist. Die genaue Ursache werden aber die Ermittlungen klären.
Robert_Rostock 16.08.2014
5.
Zitat von wupdidusollten die Weichen neben einer Fahrtrasse nicht so stehen, dass ein Zug gar nicht ausversehen in diese einfahren kann?
Aber nur, wenn es solche Flankenschutzweichen gibt. Die es in Mannheim (und z.B. auch in Hordorf) leider nicht gab. In solchen Fällen wird durch Signale und entsprechend lange Durchrutschwege (Sicherheitsräume hinter den Signalen) gesichert.
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