Colorado Ein Toter und zwei Verletzte bei Schießerei in US-Schule

An der Arapahoe High School in Colorado ist es zu einer Schießerei gekommen. Der mutmaßliche Schütze hat zwei Schüler verletzt. Nach Polizeiangaben hat er sich danach vermutlich selbst getötet. Sicherheitskräfte riegelten die Schule ab.


Denver - Bei einer Schießerei in einer Schule im US-Bundesstaat Colorado hat es ein Todesopfer und mindestens zwei Verletzte gegeben. Wie ein Polizeisprecher am Freitagnachmittag (Ortszeit) mitteilte, handelt es sich bei dem Toten vermutlich um den Schützen, einen Schüler der Arapahoe High School. Ersten Anzeichen zufolge habe sich der Tatverdächtige selbst erschossen.

Der mutmaßliche Täter soll mit einem Jagdgewehr bewaffnet gewesen sein. Offenbar hatte es der Schütze auf einen bestimmten Lehrer abgesehen. Der Jugendliche betrat nach Angaben der Polizei zur Mittagszeit die Schule und fragte nach dem Lehrer. Ein Mitschüler habe sich ihm in den Weg gestellt und sei daraufhin angeschossen worden, sagte Sheriff Grayson Robinson. Das Opfer liege mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Anschließend habe der mutmaßliche Täter seine Suche fortgesetzt.

Ein zweiter Schüler sei leicht verwundet worden. Der Lehrer, nach dem der bewaffnete Teenager suchte, konnte das Gebäude den Angaben zufolge rechtzeitig verlassen. Der Schütze habe sich dann anscheinend selbst getötet, sagte Robinson.

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Schießerei an Schule: Wenige Kilometer von der Columbine High School entfernt
Die Polizei habe die Schule abgeriegelt. Auch die Zeitung "Denver Post" berichtet auf ihrer Internetseite, dass in der Schule Schüsse gefallen seien. Fernsehbilder zeigten, wie Sicherheitskräfte Schüler nach außen begleiteten. Sie verließen das Gebäude ruhig und mit erhobenen Händen. Die Polizei tastete einen nach dem anderen ab, um sicherzugehen, dass keiner der Teenager eine Waffe bei sich trug.

Einsatzkräfte durchsuchten das Schulgebäude und entdeckten schließlich in einem Klassenraum den mutmaßlichen Täter. Er war an Schussverletzungen gestorben. Die Polizei mutmaßte, dass die Schüsse aus seiner eigenen Waffe stammten.

Die Arapahoe High School wird von 2200 Schülern besucht. Sie liegt etwa 15 Kilometer entfernt von der Columbine High School. Dort waren im April 1999 bei einem Amoklauf zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und ein Lehrer ums Leben gekommen.

Ein Vorort von Denver sorgte bereits im Juli 2012 für Schlagzeilen, als ein Amokläufer in einem Kino in Aurora während der Premiere des neuen "Batman"-Films wahllos in das Publikum schoss. Dabei wurden zwölf Menschen getötet. Der mutmaßliche Schütze James Holmes steht derzeit in Centennial vor Gericht.

kha/dpa/AFP

insgesamt 83 Beiträge
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givemeabreak 13.12.2013
1. Meine Güte
"Bewaffnet worden sein".
Sergjey 13.12.2013
2. Symptom einer kranken Gesellschaft
Derartige Massaker sind m.E. Ausdruck einer (teilweise) in der Vergangenheit stehengebliebenen, kranken Gesellschaft, in der die Fähigkeit zur Selbstreflexion unterentwickelt ist. Amerika, du hast's nicht besser (in Anlehnung an ein Goethe-Zitat).
Demokrator2007 14.12.2013
3. Auf den Tag genau ein Jahr ist es her...
...das in Newtown an der Sandy Hook Elementary 20 Kinder, 6 Erwachsene sowie Täter und dessen Mutter im Feuer des Kugelhagels seiner Waffen starben. Obama wollte den Waffenbesitz erheblich einschränken. Dies ist ihm nicht gelungen. Er ist an der Dummheit und Ignoranz der Waffenträger und ihrer Lobbyisten gescheitert. Zynisch könnte man behaupten, da kommt diese Tragödie gerade recht, um das Massaker gebührend zu feiern. Nein, diese Welt hat nichts aus der Weihnachtsgeschichte gelernt ganz im Gegenteil. Ciao DerDemokrator
bewarzer-fan 14.12.2013
4. ich glaube kaum,
dass die medien der US über durchschnittlich SIEBEN Tote / Monat in Frankfurt berichten. Warum also das Ami-Bashing?!
DanielDüsentrieb 14.12.2013
5. zu wenig Schußwaffen
ganz klarer Fall - die hatten zu wenige Schußwaffen um sich zu verteidigen. In jedem Schulraum sollte eine Vitrine mit Shotgun und Shells vorhanden sein. Aufrüsten statt abrüsten...ist doch die Lösung.
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