Zweiter Versuch: Auktionshaus versteigert Jörg Haiders Ex-Porsche

Von Stefan Säemann

Im November 2009 wurde der ehemalige Porsche des verstorbenen österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider schon einmal versteigert - für saftige 90.250 Euro. Doch der Höchstbieter konnte nicht bezahlen. Jetzt folgt die nächste Auktion.

Jörg Haider 2002 mit seinem Porsche 911: Nun soll der frühere Sportwagen des 2008 gestorbenen Politikers erneut versteigert werden Zur Großansicht
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Jörg Haider 2002 mit seinem Porsche 911: Nun soll der frühere Sportwagen des 2008 gestorbenen Politikers erneut versteigert werden

Klagenfurt - So umstritten Jörg Haider im Ausland war, so beliebt war er bei vielen seiner Landsleute. Zur Beerdigung des Kärntner Landeshauptmanns, der im Oktober 2008 bei einem Autounfall ums Leben gekommen war, säumten Tausende trauernde Bürger die Straßen Klagenfurts.

Nun können gutbetuchte Haider-Fans eine besonders wertvolle Erinnerung an den Politiker erwerben: einen dunkelblauen Porsche 911 Targa, 320 PS, Sechsganggetriebe, elektrisches Schiebedach, Sitzheizung, Ledersitze, Bordcomputer, 58.700 gefahrene Kilometer.

Haiders früherer Privatwagen, den er von 2002 bis 2004 fuhr, wird an diesem Wochenende in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt versteigert.

Es ist bereits der zweite Versuch, bei einer Auktion einen neuen Besitzer für das Coupé zu finden.

Die erste Versteigerung im November vergangenen Jahres war schiefgegangen. Das Klagenfurter Auktionshaus Cavinnash hatte Haiders Privatauto bei Ebay angeboten, "an Interessenten hatte es nicht gemangelt", sagte Geschäftsführer Richard Andrä SPIEGEL ONLINE. 60 Auktionsteilnehmer überboten sich demnach sechs Tage lang eifrig - bis schließlich bei 90.250 Euro der Hammer fiel.

Doch dann habe der Höchstbieter, ein Mann aus Vorarlberg, den Wagen plötzlich nicht zahlen können.

Nun also ein neuer Versuch: Das Startgebot für den gebrauchten Porsche - Schätzwert 45.000 Euro - ist laut Auktionshaus auf 75.000 Euro gesetzt. "Mal schauen, ob wir auch diesmal die 90.000 Euro-Marke knacken", sagt Andrä.

Der derzeitige Besitzer des Porsches, ein Unternehmer aus der Wörthersee-Gemeinde Velden, hatte den schnittigen Schlitten seiner Frau geschenkt, weil diese "eine große Haider-Verehrerin" sei, sagte Mario Kimmer SPIEGEL ONLINE. Allerdings sei der 320-PS-Flitzer seiner Gattin dann doch zu flott gewesen.

Darum habe er sich entschieden, den Wagen weiterzuverkaufen: "Ich erhoffe mir, dass das Auto jemand bekommt, dem es wirklich Freude macht. Vielleicht wäre es ein Souvenir für einen Haider-Fan."

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