Zyklon "Phailin" Wirbelsturm wütet an Indiens Ostküste

Zerstörte Häuser, entwurzelte Bäume, blockierte Straßen: Zyklon "Phailin" hat an Indiens Ostküste gewaltige Schäden angerichtet, mindestens sieben Menschen starben. Die Behörden hatten fast eine Million Menschen in Sicherheit gebracht.


Neu-Delhi - Zyklon "Phailin" hat in Indien schwere Verwüstungen angerichtet. Bis zu sieben Menschen starben, als der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 200 Kilometern in der Stunde über das Land zog, zahllose Häuser verwüstete, Bäume entwurzelte und die Stromversorgung lahmlegte.

Der Sturm traf nahe der Stadt Gopalpur auf Land. In einer der größten Evakuierungsaktionen seit Jahrzehnten brachten die Behörden fast eine Million Menschen aus den Küstengebieten in den Bundesstaaten Orissa und Andhra Pradesh in Sicherheit. Die Behörden hatten zuvor die höchste Alarmstufe ausgerufen. Insgesamt waren rund 12 Millionen Menschen durch den Sturm betroffen.

Bereits vor Tagen hatten die Einwohner mit Hamsterkäufen begonnen, vielerorts waren die Geschäfte schon leer, bevor sie wegen des gefürchteten Zyklons schlossen. Fischer versuchten, ihre Boote zu sichern, auf dem Meer gingen größere Schiffe vor Anker. In voll bepackten Rikschas und Bussen flohen Menschen ins Landesinnere.

Glasscherben und Baumaterialien als "Killerprojektile"

Obwohl die Behörden versuchten, möglichst alle Einwohner aus der erwarteten Sturmschneise zu bringen, gab es Tote: Orissas Behörden meldeten bis zum Sonntagmorgen drei Tote, ein örtlicher Parlamentsabgeordneter sprach von mindestens sieben und wies darauf hin, dass vor allem aus ländlichen Regionen noch weitere Opfer gemeldet werden dürften.

Allerdings zeichnete sich ab, dass die Zerstörungen längst nicht an das Maß von 1999 heranreichen würden, als ein Zyklon in derselben Region 15.000 Menschen in den Tod gerissen hatte. Die Behörden erklärten, sie seien diesmal viel besser vorbereitet gewesen.

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Zyklon "Phailin": Zerstörerischer Sturm
Doch auch diesmal reichten die mächtigen Böen aus, um Glasscherben und Baumaterialien mitzureißen und sie in "Killerprojektile" zu verwandeln, wie die indische Nachrichtenagentur PTI berichtete.

Später zog "Phailin" ins Landesinnere weiter, wo sich Meteorologen zufolge die Windgeschwindigkeiten auf 130 bis 140 Kilometer in der Stunde abschwächten. Allerdings wurde zunächst weiterhin vor Gefahren insbesondere durch schwere Regenfälle und Überflutungen gewarnt. An der Ostküste wurden derweil schon blockierte Straßen wieder freigeräumt, Verletzte behandelt und Essensrationen verteilt. Armeehelikopter konnten wegen der anhaltend starken Winde aber zunächst noch nicht starten.

Mehr als ein Dutzend Tote auf den Philippinen

Auf den Philippinen verursachte ein Taifun ebenfalls schwere Verwüstungen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern in der Stunde fegte "Nari" über den Norden der Inselgruppe hinweg. Die Zahl der Toten stieg bis zum Sonntag auf mindestens 13. Der Wirbelsturm war in der Nacht zuvor an der Ostküste der Hauptinsel Luzon auf Land getroffen.

Auf seinem Weg über die Insel deckte er Tausende Häuser ab und knickte unzählige Bäume sowie Strommasten um. Zeitweise fiel im gesamten Sturmgebiet der Strom aus. Mehr als zwei Millionen Menschen waren davon betroffen, wie die Behörden mitteilten. Viele Gegenden wurden überflutet.

"Naris" Vorläufer hatten schon seit Tagen für starke Niederschläge gesorgt. Entgegen den Warnungen von Wetterexperten wurde die Hauptstadt Manila aber nicht überflutet. Dafür droht von einer anderen Seite neue Gefahr: Für den Osten der Philippinen gaben die Behörden eine Unwetterwarnung heraus. Dort soll am Montag der Tropensturm "Wipha" in die Küstenregion vorrücken.

ulz/dpa/AFP

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emeticart 13.10.2013
1. Hmmm, ...
Der Taifun auf den Philippinen, hatte eine Windgeschwindigkeit von 120 km/h? Zur Erinnerung: z. B. Orkan Lothar, 26./27. Dezember 1999 (Spitzengeschwindigkeit: 272*km/h)! MfG
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