Herbert Diess wollte Mitte Juli einen ruhigen Sommerurlaub im Norden Spaniens verbringen. Der VW-Konzernchef mag die raue, felsige Landschaft. Mit den Einheimischen plaudert er in perfektem Spanisch, kaum einer erkennt ihn. Hier kann der Manager mal Mensch sein.

Doch schon nach wenigen Tagen war es mit der Erholung vorbei. Das Telefon stand kaum noch still. Kurznachrichten, Mails, Lagebesprechungen, Konferenzen – Diess schaltete in den Krisenmodus.

Grund war einmal mehr die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Sie hatte kurz zuvor Einblick in die Akten eines der größten Betrugsverfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte gewährt. Rund 80 Aktenordner, digitalisiert und kopiert auf jeweils zwei silberfarbenen DVDs, hatten die Ermittler an die Verteidiger der Beschuldigten in dem VW-Betrugsverfahren verschickt. Es sind Dutzende Vernehmungsprotokolle, Auswertungen von Tausenden beschlagnahmten Mails, Protokollen und Notizen, Stellungnahmen von Sachverständigen und deren rechtliche Würdigung.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2018.
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