Erst dachte Luwam Gebreyesus an eine Erscheinung. Sie konnte nicht glauben, dass ihre Mutter tatsächlich auf sie zukam. Auch die Mutter schien kurz zu zweifeln. War es wirklich wahr, was da am Samstag vor zwei Wochen am Flughafen der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba geschah? Lelem, die Mutter, ging unsicher vom Ausgang des Terminals auf ihre Tochter zu. Im nächsten Moment fielen sich beide in die Arme, hielten sich fest umklammert, weinten minutenlag.

Drei Jahre lang hatten sie sich nicht mehr gesehen und gesprochen. Die Mutter lebt in Eritrea, die Tochter in Äthiopien, rund 700 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt, getrennt durch die schier unüberwindliche Grenze zwischen zwei zu Tode verfeindeten Staaten.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 32/2018.
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