Chat-Fotos der AfD-Jugend: Niemand protestierte
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Ein Fall für den Verfassungsschutz?

Die braunen Umtriebe in der AfD

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Die Verfassungsschutzämter scheuen eine Beobachtung der Rechtspopulisten. Dabei reichen die radikalen Kräfte dort längst bis in die Parteispitze. Von Melanie Amann, Jörg Diehl, Hubert Gude, Martin Knobbe, Timo Lehmann, Ralf Neukirch und Wolf Wiedmann-Schmidt

Das Dossier aus Sachsen-Anhalt für den AfD-Bundesvorstand ist 79 Seiten lang und liefert erdrückende Beweise dafür, dass im AfD-Kreisverband Börde keine Demokraten am Werk sind.

Minutiös beschreibt der Schriftsatz die "stark erhöhte Dichte an rechtsextremen Inhalten" in den Facebook-Posts der ostdeutschen Parteifreunde: ihre antisemitischen Sprüche ("Amerika und die Juden sind Deutschlands größte Feinde"), ihre Mordfantasien gegen Flüchtlinge oder Sozialdemokraten wie Sigmar Gabriel ("Ein Dreckschwein, so was hätte man früher getötet") und ihre Appelle an eine noch weiter rechts stehende Partei: "NPD, tue endlich was!"

Der Bundesvorstand will nun tatsächlich etwas tun, handelt jedoch denkbar spät: Die rechtsextremen Umtriebe in Börde, toleriert und gedeckt von den örtlichen Spitzenleuten, sind seit einem Jahr intern bekannt. Ende 2017 sollte das radikale Nest aufgelöst werden, doch wie so oft intervenierte ein Parteischiedsgericht. Nun hat der Bundesvorstand den Fall an sich gezogen, will

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2018.
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