Als Andreas Kalbitz 2014 für die AfD in den Landtag von Brandenburg gewählt wurde, unterschrieb er gleich einen Mitgliedsantrag für die "Deutsche Parlamentarische Gesellschaft". Der ehrwürdige Abgeordnetenklub, gegründet 1951, residiert gegenüber dem Berliner Reichstag und nimmt alle Abgeordneten aus Bund und Ländern auf. Kalbitz isst gern im Restaurant der "PG" zu Mittag, wo die weiß livrierten Kellner schon wissen, dass er extra viele Eiswürfel für seinen Weißwein braucht. Manchmal zieht er sich zu vertraulichen Gesprächen in einen der plüschigen Salons zurück oder lässt den Tag in der Bierkneipe im Keller ausklingen. "Hier wird eine gepflegte parlamentarische Kultur nach britischem Klubstil gelebt", schwärmt der frühere Fallschirmjäger.

Glaubt man dem Bundesamt für Verfassungsschutz, passt Kalbitz aber nicht in diesen Verein, der sich einer Kultur der "parlamentarischen Kollegialität" verschrieben hat – der AfD-Mann steht im Verdacht, eine Gefahr für die freiheitlich demokratische Grundordnung

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2019.
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