Den 11. August 2017 hat Carsten Spohr, 51, noch in Erinnerung – allerdings nicht in besonders guter. Der Lufthansa-Chef war am Freitagnachmittag von Frankfurt nach München geflogen, um das Wochenende daheim mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern zu verbringen.

Das Wetter versprach kühl zu bleiben, aber das machte nichts. Schließlich musste Spohr ohnehin dauernd telefonieren. Aber das ahnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Der erste Anruf kam nach Schilderung von Vertrauten abends gegen halb neun. Da war Spohr erst kurze Zeit zu Hause. Ein früherer Kollege war dran, Thomas Winkelmann, seit Kurzem Chef des finanziell angeschlagenen Wettbewerbers Air Berlin. Sein Unternehmen sei pleite, teilte er dem verdutzten Spohr mit. Der Großaktionär, die arabische Fluglinie Etihad, habe den Geldhahn zugedreht. Nun bleibe nur noch der Gang zum Konkursrichter. Er hoffe aber, die Flugzeuge zumindest vorübergehend weiterfliegen lassen zu können.

Spohr war geschockt. Dass der Konkurrent klamm war, wusste

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 32/2018.
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