Als ihr Mann weinend auf dem Sofa sitzt, trifft Karin Mende* eine Entscheidung. Sie steigt ins Auto und fährt in die Psychiatrie. Sie will nicht mehr leben, sie spürt nur noch Angst, etwas falsch zu machen. Sie ist am Ende. Zum ersten Mal nach 28 Jahren Ehe spricht ihr Mann von Trennung. Und sie trägt die Schuld daran, glaubt sie.

Tatsächlich hat wohl eher die Arbeit Mende aufgerieben, ihr Job bei Aldi Nord. Die Filialleiterin fühlt sich von Managern gehetzt, zu Unrecht kritisiert, seit Jahren schon. In ihr wächst das Gefühl, dass sie nichts packt.

Wie gelähmt kommt sie sich vor, sie isst kaum, schläft wenig. Ihr Mann sagt, sie solle Aldi nicht so wichtig nehmen. Karin Mende empfindet selbst seinen Rat als Vorwurf.

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