Abends blinkte der Anrufbeantworter der Familie Peukert. "Rufen Sie uns bitte zurück, hier ist ein Mädchen, das Eltern braucht", hatte eine Mitarbeiterin des Jugendamts Paderborn auf das Band gesprochen.

Es war ein Anruf, der Euphorie auslöste. Ein lange gehegter Traum sollte für die Peukerts(*) in Erfüllung gehen. Endlich konnten sie ein Kind adoptieren.

Sie ahnten nicht, dass sich dieser Traum alsbald in einen nicht enden wollenden Albtraum verwandeln würde. Heute, 20 Jahre später, sagt Andrea Peukert: "Die haben unser Leben zerstört." Ihr Mann Ralf klagt: "Die haben unser Vertrauen missbraucht; die haben uns verarscht." Die, das sind die Mitarbeiter des Jugendamts Paderborn.

Denn Töchterchen Anna-Lena, die im Alter von fünf Wochen zu den Peukerts kommt, ist anders als andere Kinder. Als Säugling plagen sie erhebliche Schlafstörungen; im Kleinkindalter wächst das Mädchen nicht richtig. Sie nässt viel länger als normal ein, ihr Sprachvermögen entwickelt sich nur schleppend.

Ab der Pubertät

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 40/2018.
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