Am frühen Morgen des 29. April 2018, einem Sonntag, erwacht Lisa Hagen in einer Berghütte auf 2928 Metern, es ist fünf Uhr, sie hat schlecht geschlafen. Sie denkt an das Wetter.

Sie läuft vom Bettenlager, das sie sich mit drei anderen Frauen und vier Männern aus ihrer Gruppe teilt, in den Gastraum der Hütte, wo es ein iPad gibt. Sie schaut aus dem Fenster, das Tal ist noch dunkel, die Gipfel leuchten milchig im ersten Morgenlicht. Von Süden her ziehen Wolken wie dunkle Finger über den Alpenkamm. Lisa liest auf dem iPad die Seite mit dem Wetterbericht. Eine Kaltfront strömt vom Atlantik heran und verdrängt die warme Mittelmeerluft. Zu erwarten sind Schneefall und Sturmböen von über hundert Stundenkilometern. Die Nullgradgrenze sinkt von über 3000 Metern auf unter 2000 Meter.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2018.
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