Die gemeinsame Pressekonferenz von Donald Trump und Wladimir Putin beim Gipfel in Helsinki Mitte Juli war zur Hälfte vorüber, da kamen die Journalisten auf die Einmischung Russlands in die US-Wahlen 2016 zu sprechen: Ob Putin denn jene Geheimdienstler ausliefern werde, welche die US-Justiz beschuldigte? Nein, entgegnete der russische Präsident, aber die Ermittler könnten die Männer gerne in Moskau befragen. Allerdings würden seine Leute im Gegenzug einige Amerikaner vernehmen wollen. Ein "großartiges Angebot", sagte Trump.

Russlandexperte Michael McFaul
Maxim Shemetov/ REUTERS

Russlandexperte Michael McFaul

Schnell sprach sich herum, dass Putin insbesondere auf Michael McFaul anspielte, unter Barack Obama von 2009 bis 2011 wichtigster Russlandberater im Weißen Haus und dann Botschafter in Moskau. Noch nie musste ein US-Diplomat sich vor einer fremden Macht für seine Arbeit rechtfertigen. Putins Vorschlag sei absurd, erklärte das US-Außenministerium, und da auch der Senat dagegen votierte, sagte Trump seinem Gipfelpartner Putin schließlich ab.

McFaul ist von Hause aus Politikprofessor, ein blonder freundlicher Mann, der nach dem Ausflug in die Diplomatie heute wieder an der Elite-Uni Stanford in Kalifornien lehrt. Seine Ablehnung Putins hat der Russlandexperte und Vieltwitterer nie verborgen, aber Putin-Gegner gibt es viele. Was also war vorgefallen, dass der russische Präsident ihm derart nachstellt?

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