Es ist, auf den ersten Blick, eine Petitesse, eine Randnotiz in dem wahnwitzigen Streit, der die Regierung fast in den Abgrund gerissen hätte.

Als am Montag die Schlacht geschlagen ist, als endlich, nach quälenden Wochen, ein Kompromiss gefunden ist zwischen CDU und CSU, wäre es eigentlich an der Zeit gewesen, dass Angela Merkel und Horst Seehofer gemeinsam vor die Presse treten.

Draußen, im milden Abendlicht vor dem Adenauer-Haus, warten die Reporter auf den Ausgang des Krisengipfels, aber die Vorsitzenden der "Schwesterparteien" können sich nicht einmal auf ein gemeinsames Statement einigen.

"Mit dieser Vereinbarung werde ich vor der Presse sagen, dass ich Innenminister bleibe", sagt Seehofer. Er bespricht mit Merkel, dass die beiden Generalsekretäre die Details des Friedensschlusses vortragen sollen, dann fährt er runter ins Foyer, ohne die Frau, mit der er doch eigentlich zusammen das Land regieren muss, was ohne ein Minimum an Vertrauen unmöglich ist.

Vielleicht ist es konsequent. Vielleicht

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2018.
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