Aus dem Protokoll der genervten Anwohner:

23. Juli, 0.40 Uhr: "Lautes Rufen und Schreie. Ein Motor heult auf und Reifen quietschen."

1. August, 18 bis 18.25 Uhr: "8-9 Personen (tlw. maskiert) laufen schreiend durch den Ort. Es werden Steine, Äpfel und Eier an das Haus und in den Garten von R.W. geworfen.


7. August, 18.20 Uhr: "2 Personen spielen Gitarre. Als die Polizei kommt, flüchten sie in Richtung Dürrnbuch"

Mehr als 80 solcher Vorfälle sollen sich allein zwischen Mitte Juli und Mitte August in Altschauerberg ereignet haben . Altschauerberg, das ist ein winziger Ortsteil mit 40 Einwohnern am Rande der Gemeinde Emskirchen, inmitten von Wäldern und Feldern. Eigentlich ein mittelfränkisches Idyll, doch mit der Ruhe ist es dort vorbei.

Vor einigen Tagen kamen rund 800 Menschen in den Ort, sie waren einem Internet-Aufruf zur Einschüchterung des YouTubers "Drachenlord" gefolgt - trotz eines Versammlungsverbots. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.

"Drachenlord"?

So nennt sich

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