Gibt es Siege, an denen man zugrunde geht? Als Edmund Stoiber im Jahr 2003 bei der bayerischen Landtagswahl 60,7 Prozent holte und damit die Zweidrittelmehrheit im Landtag, war dies, im Rückblick betrachtet, nur die Ouvertüre des Niedergangs. Drei Jahre später wurde der CSU-Chef, auch wegen seiner unerschütterlichen Machtarroganz, von den eigenen Leuten gestürzt. Guido Westerwelle erreichte für die FDP bei der Bundestagswahl 2009 sensationelle 14,6 Prozent, doch im Überschwang des Sieges verlor die Partei jedes Maß und flog vier Jahre später aus dem Parlament.

Nun hat sich Angela Merkel geradezu spektakulär gegen die CSU durchgesetzt: Was sie der "Schwesterpartei" abtrotzte, waren mehr als nur ein paar Zugeständnisse, sie zwang Horst Seehofer dazu, seine eigenen Worte aufzuessen wie trockene Knödel. Um das ganze Ausmaß der bayerischen Niederlage zu ermessen, muss man sich nur noch einmal kurz vergegenwärtigen, dass dieselbe Partei, die ultimativ und per Vorstandsbeschluss Zurückweisungen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2018.
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